Um doublefischs Idee aufzugreifen, eröffne ich hier einen neuen thread zum o.g. Thema. doublefisch ist der Meinung, dass man seltene/gefährdete Fischarten (Huchen, Äsche) grundsätzlich nicht entnehmen sollte.
Ich bin der Meinung, dass das eine verkürzte Sichtweise (habe ich ihm bereits mehrmals vorgeworfen) auf eine komplexe Problematik darstellt. Aalrutten sind österreichweit gefährdet, aber in manchen Gewässern (Wolfgangsee, Grundlsee, Fuschlsee, Hallstättersee, usw.) so häufig, dass man durch anglerische Entnahme - nicht einmal wenn man es wollte - den geringsten negativen Einfluß auf den Bestand nehmen kann. Nicht auf den Bestand in einzelnen Gewässern und schon gar nicht au die Gesamtheit aller Rutten. Äschen sind österreichweit gefährdet und könnten doch (zumindest theoretisch) in bestimmten Gewässern Übersbestände ausbilden (wobei mir sowas derzeit nicht bekannt ist, ich mich aber mit Äschen auch nicht so gut auskenne). Eine Reduktion eines theoretischen Äschenüberbestandes (Verbuttungsgefahr, etc.) verschlechtert natürlich nicht die Gesamtsitauation des Äschenbetandes in Österreich!
Zurück zum Huchen, der ja Stein des Anstoßes war. Es gibt verschiedene Umstände, die die Entnahme von Huchen rechtfertigen (oder potenziell sogar verlangen). In der Pielach ist der Huchenbestand abschnittsweise derart dicht, dass eine überwachte, mässige Entnahme dem Bestand nicht schadet! Wers nicht glaubt, der rede mit Leuten die sich vor Ort auskennen. Wenn ich einem Bestand in einem Gewässer keinen Schaden zufüge, dann füge ich dem Gesamtbestand an Huchen keinen Schaden zu. Der Huchen ist deswegen gefährdet, weil er vielerorts keinen geeigneten Lebensraum vorfindet! Und dabei hilft ihm eine Schonung in den genannten Pielachabschnitten rein gar nichts!!
Ein anderes Szenario: Stauseen (an der Enns, am Inn oder an der Drau) beherbergen oft einen guten Huchenbestand, weil dort viele Huchen besetzt worden sind. Damit ist aber nicht gesagt, dass diese Huchen irgendetwas zur Stützung des Gesamtbestandes beitragen. Weil sie nämlich in vielen Gegenden nicht laichen können. Weil der Lebensraum dort gar nicht einem Huchenlebensraum entspricht.
Was spricht dagegen, in einem der Ökologie völlig entgegenstehenden Flußabschnitt mit künstlich hineingebrachtem Huchenbestand, kapitale Huchen auch wieder herauszunehmen anstatt sie sterben zu lassen? Wohl keine ökologischen Gesichtspunkte. Monetäre vielleicht.







