Willkommen im größten österreichischen Forum rund ums Angeln und Fischen

Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Infos über Fliege, Streamer etc.

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Lupus » 08.03.2010, 06:19

Hallo Freunde!
Sieht ja wie eine echte Herausforderung aus dieses Gewässer! Und ja: Natürlich gehören dort andere Methoden angewendet als an Schwarza oder oberer Pielach oder was weiß ich wo. Aber schön ist doch auch, dass man eben dort ebenfalls flexibel sein kann, denn es ist sicher toll, wenn es ein paar Situationen gibt, wo auch dort die Fische steigen.
Ich befische ja auch unter anderen ein "Stadtgewässer", allerdings ist es nicht so hart reguliert wie dieses. Wie landet Ihr dort die Fische?
Gruss. Lupus
Benutzeravatar
Lupus
Wels
 
Beiträge: 7765
Registriert: 19.03.2005, 10:58
Wohnort: Wien

Werbung

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Oliver Naumann » 08.03.2010, 08:42

Hallo Lupus,

Deine Erfahrung decken sich im Großen und Ganzen mit der meinen. Ich kann das gut nachvollziehen. Allerdings bin ich noch nicht so weit, die Fische mit meiner Trockenen zu steigen zu bringen. Das liegt zum einen wohl an meinen Wurfkenntnissen, zum anderen auch an den Gewässern die ich befischen darf. An der Dagnitz, zur Maifliegenzeit, gibt es wirklich nichts spannenderes, wenn die selbstgebunden Maifliege von einer Forelle genommen wird. Nur habe ich nicht viele Abschnitte am Revier, die ein sauberes Präsentieren (und damit auch Wurftraining) ermöglichen würden. Ich muß zugeben, daß ich auch da mit (unbeschwerte) Nymphe fische. In klaren Gewässern wie der Dagnitz ist das dreidimensionales Fischen, weil auch, oder vor allem die Tiefe zum Fisch stimmen muß. Bissanzeiger verwende ich persönlich keinen. Sicher verpasse ich so 2/3 der Bisse (Nachdem ich Oliver Kite's "nymphfishing in practice" gelesen habe bin ich aber auch schlauer geworden). Wer billig und einfach Fische haben will, geht nicht zum fischen, sondern in den Supermarkt.

Die sogenannten "classic" Revier schrecken mit, um ehrlich zu sein, ab. Ich halte fischen für eine sehr persönliche Sache. Wie und mit was man "seinen" Fisch fängt soll sich, im gewissen Rahmen, jeder mit sich selbst ausmachen. Wenn ich allerdings die Auflagen einiger Reviere lese, dann kann man ja nur mit seinem Rechtsanwalt zum fischen gehen. Da wird von der Stiefelhöhe, über die Hakengröße, bis zur Netzweite des Keschers alles reglementiert. Das reizt mich wirklich nicht. Ein gewitzter Fisch, der eben die Fliege verschmäht weil sie nicht richtig auf dem Wasser hockt, oder der unter einem Busch steht und nur ab und zu herausschießt, den zu überlisten macht für mich einen Reiz aus. Wie der Gerald gesagt hat, muß ich mich mit dem Gerät den Gegebenheiten am Wasser anpassen. Ich will ja Fische fangen, aber halt nicht um jeden Preis. Das heißt nicht notwendigerweise Plumpsnymphen oder Bissanzeiger, Streamer, Polyleader. Kann aber, wie z.b. an der warmen Fischa notwendig sein. Ich glaube darauf bezieht sich auch deine Bemerkung zum "besseren Fischer". Nicht besser als andere Fischer, aber die Messlatte für einen selbst höher legen.

Ich war z.b. 3 mal in Finnland zum Lachs fischen. Nur wollte ich, nicht wie die Finnen, Tubenfliegen mit 80 gr. Blei an der Spinnrute durch den Fluß pflügen, sondern partout meinen ersten Lachs mit der Fliegenrute fangen. Die Finnen haben mäßig gefangen, ich blieb Schneider. Enttäuscht? Nein, weil ich denke ich kann das schaffen einen Lachs mit der Fliegenrute zu fangen. Es wird wohl noch eine vierte oder fünfte Reise brauchen, bis ich mir diesen Traum erfüllen kann. :) Also ein besserer Fischer, weil ich nichts gefangen habe? Sicher nicht.

Aber einer der weiter von seinem ersten Lachs an der Fliegenrute träumen darf und sich närrisch freut, wenn ich ihn fange, so wie ich mir es vorgestellt habe.

Gruß

Oliver
Oliver Naumann
 

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Ragman » 08.03.2010, 09:09

@Lupus: Das hoffe ich ja, daß ich dich da "falsch" verstanden habe ...

Desweiteren habe ich nichts dagegen, daß sich jemand selbst Beschränkungen auferlegt, wenn er glaubt, daß es sein muß (und ihn zu einem "besseren" Fischer macht, warum auch immer ... es wird ja doch nur der Jagdtrieb ausgelebt, mit diesen Beschränkungen sogar noch mehr).

Aber gegen solche Reviere und Betrieber habe ich etwas ... das ist doch nur eine Mischung aus Elite-Sein-Wollen und Abzocke derjenigen, die sich zur Elite zählen wollen.

Wenn diese ach-so-edlen-und-fast-nicht-zu-überlistenden-Fische einfach auf einem Wurm beißen, zerstört das nämlich das Weltbild der "Elite" :wink:
Benutzeravatar
Ragman
Karpfen
 
Beiträge: 461
Registriert: 20.04.2006, 20:00
Wohnort: Villach / Kärnten

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon zwi » 08.03.2010, 09:18

Hallo Ragman!

Mit Elite hat das Ganze ganz sicher nichts zu tun!
Folgende Gründe führen meiner Meinung nach zu solchen Reglungen:
1. Kollegen die es immer übertreiben müssen
2. Tageskartenfischerei
3. Überfischung

Schliesslich gibt es solche Regelungen nicht nur beim FliFi, siehe z.B.: Anfütterungseinschränkungen bei div. Revieren

gruss
zwi
Ein schlechter Angeltag ist besser als ein guter Arbeitstag
Benutzeravatar
zwi
Hecht
 
Beiträge: 730
Bilder: 1
Registriert: 04.01.2007, 14:26
Wohnort: Wien

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Ragman » 08.03.2010, 09:52

zwi hat geschrieben:Hallo Ragman!

Mit Elite hat das Ganze ganz sicher nichts zu tun!
Folgende Gründe führen meiner Meinung nach zu solchen Reglungen:
1. Kollegen die es immer übertreiben müssen
2. Tageskartenfischerei
3. Überfischung

Schliesslich gibt es solche Regelungen nicht nur beim FliFi, siehe z.B.: Anfütterungseinschränkungen bei div. Revieren

gruss
zwi


Das verstehe ich nicht.

1. Wie übertreiben?
2. Für Tageskarten gelten ja wohl dieselben Regeln. Anzahl der Tageskarten kann ja beschränkt werden.
3. Siehe Punkt 2. Außerdem kann das durch strenge Entnahmregeln oder C&R geregelt werden, wo ist das Problem?

Anfütterungseinschränkungen betreffen ja die Gewässerbelastung, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Aber auch außerhalb des FliFi findet man ja solch elitäres Verhalten: z.B. Karpfenangeln. Da geht es nur den anderen Weg, nämlich den zur Übertechnisierung ... sehe ich ja an einem Kollegen. Ich glaube, wenn man dem einmal was von Teig oder gar Kartoffel an freier Schnur erzählt, dann schaut er nur ungläubig. :mrgreen:
Benutzeravatar
Ragman
Karpfen
 
Beiträge: 461
Registriert: 20.04.2006, 20:00
Wohnort: Villach / Kärnten

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Lupus » 08.03.2010, 10:25

Ragman hat geschrieben:
Wenn diese ach-so-edlen-und-fast-nicht-zu-überlistenden-Fische einfach auf einem Wurm beißen, zerstört das nämlich das Weltbild der "Elite" :wink:

Ok, ich gehöre sicher nicht zu einer (selbsternannten "Elite"). Und wenn der so edle Fisch auf einen Wurm beißt, so stört mich das nicht im geringsten und beglückwünsche ich den stolzen Fänger, der sicher an einem Gewässer fischt, wo Wurm eben erlaubt ist, und davon gibt es auch genügend viele.
Unter Umständen kann es ausserdem viel viel schwieriger sein, einen Fisch auf Wurm zu fangen als auf Fliege. Für mich jedenfalls vielleicht. Denn nehmen wir an ich fische wo, wo Wurm erlaubt ist. Ich bin mir nicht einmal so sicher, ob ich mich da nicht ungeschickt anstellen würde (Wurf, Präsentation etc.). Ich tue mich oft schwerer, einen Fisch zu überlisten nur dann wenn er gerade Hunger hat. Leicht humoristisch formuliert: Mir ist lieber, der Fisch fällt auf meinen "schmäh" herein, als auf meine Speisekarte. Denn als Schmähtandler bin ich besser geeignet als als Koch/Kellner :lol:
Benutzeravatar
Lupus
Wels
 
Beiträge: 7765
Registriert: 19.03.2005, 10:58
Wohnort: Wien

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon frauennerfling » 08.03.2010, 10:52

hallo leute!

jetzt schreib ich auch noch was dazu - kann im grunde alle verstehen, die hier geschrieben haben......
in den revieren, die ich befische halte ich aber ein strenges regelwerk für unerlässlich - warum? weil das naturbelassene reviere sind, die einen schützenswerten fischbestand aufweisen. bei solchen revieren, die auch nicht besetzt werden aber ein hervorragendes naturerlebnis bieten kann es fatal sein, wenn mit "allem" gefischt wird. will ich die fische nicht verletzen und dafür sorgen, dass sie weitgehend verletzungsfrei zurückgesetzt werden können, dann darf ich nicht mit widerkaken fischen oder mit langschenkeligen jig-haken, die beim anhieb aufgrund des großen hebels dem fisch das halbe kiefer aufreisen, sondern muss entsprechend schonend vorgehen. bei gewässern wie der warmen fischa oder irgendwelchen put&take gewässern ist das was anderes, das selbe gilt für die donau etc...... an meinen revieren geht es nicht um elitär oder so, sondern darum, die fische mit respekt zu behandeln und nicht mit tödlichen verletzungen schaden anzurichten, sondern wildfischbestände möglichst schonend zu befischen. ohne entsprechende regeln kann ein wildfischbestand nämlich schwer geschädigt werden. dazu ein beispiel - wir haben in einem unserer reviere ca. 120 große äschen. wenn ich jeden dritten durch widerhaken etc. verletze und 30% sterben bleiben nur noch 80 übrig - mach ich das 3 saisonen lang, werd ich bald keine mehr haben....will ich das, nein - also werd ich entsprechende regeln schaffen, damit ich über die 10 jahre pachtperiode weiterhin äschen fangen kann....für mich logisch - für wen nicht?

l.g.,
der frauennerfling
frauennerfling
Rotfeder
 
Beiträge: 112
Registriert: 13.07.2008, 09:56
Wohnort: Wien

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Ragman » 08.03.2010, 11:48

Ja, dafür gibt es mein vollstes Verständnis.
Benutzeravatar
Ragman
Karpfen
 
Beiträge: 461
Registriert: 20.04.2006, 20:00
Wohnort: Villach / Kärnten

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Hellvis » 08.03.2010, 14:20

@ Frauennerfling: auch ich kann die meisten hier mit ihren jeweiligen Argumenten verstehen. Du beschreibst auch sehr anschaulich Gründe für Fischen ohne Widerhaken - wie es in den meisten mir bekannten Flyonly-Strecken ja auch vorgeschrieben ist. Ich stimme mit Dir in diesem Punkt ganz klar überein, dass in einem Gewässer, in dem C&R die Regel ist, ein Verbot von Widerhaken sich förmlich von selbst ergibt.
Unabhängig von der Angelmethode (ich bin FliFi-Anfänger und ansonsten primär mit der Spinnrute unterwegs) ist es für mich selbstverständlich, Köder ohne Widerhaken zu verwenden. Ich entnehme nur wenige Fische (daher ist selbst ein Verlust im Drill für mich leicht zu verschmerzen - Hunger leide ich ja deswegen nicht) und ohne Widerhaken sind die Verletzungen augenscheinlich viel geringer. Zudem ist ein Köder ohne Widerhaken meist leichter und ohne Werkzeug zu lösen - ich gebe zu, dass das meiner Faulheit entspringt, ich wollte es aber dennoch erwähnen. Der Köder fällt nach der Landung bei Nachlassen der Spannung oft von selbst raus - wenn mir (was selten vorkommt) ein Fisch samt Köder abhanden kommt, habe ich zumindest die kleine Hoffnung dass dieser auch innerhalb kurzer Zeit wieder ohne Deko rumschwimmen kann.

Das mit dem Jig-Haken kann ich nicht ganz nachvollziehen. Mir ist nicht bewusst (und kann es mir auch nicht recht erklären), warum ein langer Hebel beim Haken den Fischkiefer stärker verletzt. Ich habe jetzt noch kurz gegoogelt und keine Antwort dafür finden können. Vielleicht kannst Du das noch etwas er-/aufklären - vielleicht weiß dazu auch sonst noch wer etwas.
Weil ich einmal eine Karte mit einem Verbot von Jig-Fliegen hatte, habe ich mich damals darüber schlau gemacht. Demnach sind Jig-Fliegen so konstruiert, dass die Hakenspitze oben ist. Und verboten ist das deshalb (auch wenn die Richtigkeit dieser Aussage im Netz durchaus angezweifelt wird), weil durch diese Form viele (va kleinere) Fische Augenverletzungen davon tragen.

Dennoch gehst Du an der von Lupus (so denke ich) angerissenen Thematik etwas vorbei. Er verbindet nämlich bei Classic-Revieren andere Einschränkungen, die mE mit Deinen Argumenten nicht gerechtfertigt werden können. So halte ich einen Bissanzeiger beim Nyphenfischen nicht unbedingt aufgrund der Waidgerechtigkeit als erforderlich (oder?!). Auch ein Streamer ist - soweit ich das beurteilen kann (wie gesagt, beim FliFi bin ich Anfänger) - nicht per se ein Fischmörder.

Auch ich kenne als Teil von einem größeren Revier eine reine dryfly-Zone. Ich fisch(t)e sehr gerne in diesem Bereich und hätte eigentlich ohne entsprechende Vorschrift eigentlich fast immer der Trockenfliege den Vorzug gegeben - die Bisse auf eine Trockene sind einfach unmittelbarer als wenn das nur indirekt über die Schnur erahnt wird (Bissanzeiger bei Nymphe hatte ich noch nie in Gebrauch). Als notwendig erachte ich solche Zwangs-Einrichtungen aber nicht und mich würde es nicht im Geringsten stören, wenn in der Dry-Fly-Zone neben mir mit der Trockenfliege ein Kollege eine Nymphe fischt. Andere Methoden mit hohem Verletzungsrisiko für die Fische sollten in einem solchen "faktischen" C&R-Gewässer aber vermieden werden.
Aus meiner Sicht sind daher Reviere, in denen nur die althergebrachten Methoden erlaubt sind nicht notwendig. Ich spreche jetzt für mich: auch wenn ich grundsätzlich gerne mit diesen Methoden fische, würde ich ein Revier mit derartigen Einschränkungen nicht bevorzugen. Umgekehrt gibt es sicher Angler, die man mit einer solchen Einschränkung nicht gewinnen kann. Ich kann mir daher nicht recht vorstellen, warum es solche Reviere gibt. Vielleicht will eine kleine Gruppe unter sich bleiben und gleichzeitig "günstige Kartenpreise" argumentieren, weil da darf man "eh nur trockenfischen".
Ich würde es jedem Angler (am Weltfrauentag: und Anglerinnen) selbst überlassen zu entscheiden, ob ihm (ihr) zB Nyphenfischen Spass macht oder er (sie) es (ganz klassisch?) mit Trockenfliege stromauf versucht.
Hellvis
Huchen
 
Beiträge: 1137
Registriert: 11.07.2006, 14:33
Wohnort: Gmunden, Raum Linz

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon frauennerfling » 08.03.2010, 16:38

hallo nochmals!

@hellvis: jig oder streamer - große haken = böse verletzungen; und langschenkelige haken führen zu gröberen verletzungen aufgrund der hebelwirkung - ich denke doch, dass das verständlich und vorstellbar ist. bissanzeiger, beschwerungen und ähnliche hilfsmittel führen auch zu einem mehr an verletzungen - ist eigentlich logisch, denn wenn erfolgreicher sprich öfter fische gehakt werden, führt das zwangsläufig auch zu mehr verletzten fischen.....bei uns dürfen auch große streamer gefischt werden, wenn diese an einem kurzschenkeligen, kleinen (max. 10) und widerhakenlosen haken gebunden sind.
und das dient nicht dazu elitär zu sein oder irgendeinen lizenznehmer zu ärgern, sondern ausschließlich dazu auch in den weiteren jahren einen schönen fischbestand zu haben und die fische nicht unnötig zu maltretieren....und mit klassik hat das überhaupt gar nix zu tun, das bleibt der öfg vorbehalten..

l.g.
frauennerfling
Rotfeder
 
Beiträge: 112
Registriert: 13.07.2008, 09:56
Wohnort: Wien

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Hellvis » 08.03.2010, 17:42

Warum sollen langschenkelige Haken mehr Verletzungen verursachen?!? Danke für den Erklärungsversuch, ich schließe das auch nicht aus. Aber ist dieses "Mehr" an Verletzungen so gravierend, dass man darauf verzichten soll. Ihr fischt ja auch mit keinen Wattehaken? Für mich ist der Zusammenhang von langschenkeligen Haken und Verletzungen zu wenig evident, um daraus ein "logisches" Verbot ableiten zu wollen.

Das Statement mit mehr Verletzungen weil mehr Fische gefangen werden (wegen Bissanzeiger, sinkende Vorfächer) ordne ich jetzt in die Kategorie :lol: :lol: Mit meinem Talent beim Fischen ist eine zusätzliche Einschränkung allerdings nicht notwendig. :wink:
Hellvis
Huchen
 
Beiträge: 1137
Registriert: 11.07.2006, 14:33
Wohnort: Gmunden, Raum Linz

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon frauennerfling » 08.03.2010, 22:59

Hellvis hat geschrieben:Das Statement mit mehr Verletzungen weil mehr Fische gefangen werden (wegen Bissanzeiger, sinkende Vorfächer) ordne ich jetzt in die Kategorie :lol: :lol: Mit meinem Talent beim Fischen ist eine zusätzliche Einschränkung allerdings nicht notwendig. :wink:


bist wohl nicht der stärkste im überlegen :wink:
frauennerfling
Rotfeder
 
Beiträge: 112
Registriert: 13.07.2008, 09:56
Wohnort: Wien

Re: Classic-Reviere als Ansteckungsfaktor?

Beitragvon Hellvis » 09.03.2010, 09:22

Wenn ich mein Ziel im Leben darin sehen würde möglichst wenige Fische zu verletzen, so würde ich nicht angeln gehen. Eine (Selbst)Beschränkung ohne beschwerte Vorfächer auszukommen ist - und hier erlaube ich mir den Hinweis auf die Ausführungen von Lupus - dafür aber vielleicht gar nicht zielführend, weil dadurch die anglerischen Fähigkeiten steigen und plötzlich nicht mehr nur die Selbstmörder-Fische gefangen werden, sondern auch die richtig klugen und alten Fische (ich ersuche Lupus hier um Bestätigung der Aussage, aber ich habe das so verstanden).

Conclusio: ich nehme die Aussage, dass mit weniger technischen Hilfsmittel gelegentlich/oft auch weniger gefangen wird zur Kenntnis. Insofern ist der Verzicht auf diese Methoden zur Vermeidung von Verletzungen bei Fischen natürlich geeignet.
Ich füge noch hinzu, dass jede Maßnahme zur Vermeidung von Fängen fischschonend ist: daher würde es sich eventuell anbieten nur bei Vollmond (oder noch besser: nur bei Mondfinsternis - die ist doch selten) zu fischen oder zur Schonung der Fische ganz auf die Angelei zu verzichten.

Ragman hat geschrieben:[...]
Aber gegen solche Reviere und Betrieber habe ich etwas ... das ist doch nur eine Mischung aus Elite-Sein-Wollen und Abzocke derjenigen, die sich zur Elite zählen wollen.

Wenn diese ach-so-edlen-und-fast-nicht-zu-überlistenden-Fische einfach auf einem Wurm beißen, zerstört das nämlich das Weltbild der "Elite" :wink:


Mein Weltbild würde es nicht zerstören, wenn in einem Fliegenfischer-Revier (das ja dann kein Fliegenfischer-Revier mehr ist) mit Wurm und Pose auch geangelt werden darf. An einem Gewässer wo die Mitnahme von Fischen üblich und gewollt ist sehe ich da auch kein Problem. Wenn aber ein möglichst schonender Umgang mit den Fischen notwendig ist, weil man einen großen Teil der geangelten Fische wieder zurücksetzen will, schließt das Wurm und Pose (und manch anderes) aus. Frauennerfling hat es bereits vorgerechnet, wie der Bestand bei Entnahme aller gefangenen (oder nicht lebensfähig zurückgesetzten Fischen) abnehmen würde.

Warum jemand überhaupt an einem solchen Gewässer fischt kann unterschiedliche Gründe haben und hat nichts damit zu tun, dass man möglichst elität angeln will. Es geht (wie von Frauennerfling) beschrieben etwa um den Erhalt von Wildfischen, die sich weitgehend selbst reproduzieren. Oder - zumindest - um Fische, die nicht direkt nach dem Besatz wieder herausgefangen werden - also um einen möglichst "naturnahen Bestand". Es gibt genug Gewässer, die den Ruf haben nur nach einer Besatzaktion Fische zu beherbergen. Auch an diesen Gewässern werden genug Karten verkauft und es spricht aus meiner Sicht nichts grundsätzlich dagegen ein Gewässer so zu bewirtschaften. Wenn der Bewirtschafter aber Angler ansprechen will die auf einen ausgewogenen und "naturnahen" Bestand Wert legen (weil er damit etwa höhere Kartenpreise rechtfertigen kann, weil diese Art der Gewässer nicht in unbeschränkter Menge zur Verfügung stehen), muss er dafür Sorge tragen, dass die Fischer nur beschränkt entnehmen und zurückgesetzte Fische gute Überlebenschancen haben. Das letztere schließt einen "Wurmfischer" aber aus. Ich glaube zusätzlich auch, dass ein "Wurmfischer" auf einen naturnahen Bestand keinen Wert legt - für ihn zählt Quantität und nicht Qualität.
Hellvis
Huchen
 
Beiträge: 1137
Registriert: 11.07.2006, 14:33
Wohnort: Gmunden, Raum Linz

Vorherige

Zurück zu Fliegenfischen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste