von Wolfgang » 15.07.2007, 21:38
Die Haken kommen ursprünglich aus der marinen Langleinenfischerei insbesondere auf Dorschartige und große Plattfische, wie den Heilbutt.
Also bei einer Methode wo der Anschlag zwangsläufig ausbleibt und der Fisch sich selber "festzieht".
Die Haken sitzen meist vorn im Maulwinkel und wenn sie mal gegriffen haben sehr sicher.
Ich selber habe die Haken bisher nur beim Brandungangeln auf Plattfisch und Dorsch eingesetzt, dort funktionieren sie wirklich gut.
Anschlagen sollte man wirklich nicht sonst flutscht der Haken wieder aus dem Fischmaul, der Fisch sollte lediglich gegen die straffe Schnur ziehen.
Die Wirkungsweise ist eher so, der Fisch schluckt den Köder samt Haken, wendet sich ab und will wegschwimmen, der Haken wird dabei in den Maulwinkel gezogen und setzt sich dort fest und greift.
Ich muß allerdings gestehen, daß ich zwar feststellen konnte, daß diese Haken beim Brandungsangeln gut funktionieren, aber einen echten Vorteil stellte ich nicht fest, daher war ich mit weiteren Versuchen bei anderen Fischarten nicht sehr konsequent und habe es ziemlich schnell wieder sein lassen.
Auf einen Artikel hin habe ich es allerdings nochmals beim Fliegenfischen mit diesen Haken versucht und zwar beim Streamerfischen, auch dort sollte beim Biss nicht angeschlagen werden, sondern nur die Schnur gestrafft werden, also ähnlich einer Technik wie sie zum Teil auf aufsteigende Lachse angewendet wird, auch bei dieser Technik wartet man mit dem Anschlag bis der Fisch sich gewendet hat um den Haken sicher in den Maulwinkel zu bekommen, da Haken in den verknöcherten Kiefern von Lachs-und Meerforellenmilchnern(Laichhaken) oft schlecht sitzen.
Es kann absolut sein, das die Kreishaken bei genügend Übung beim Fliegenfischen funktionieren..........................bei mir nicht, ich habe mich immer selber beim reflektorisch ausgeübten Anschlag ertappt und gebe zu schnell wieder zu normalen Haken gewechselt zu haben, da ich nicht nur Bisse, sondern auch mal einen Fisch fangen wollte.................