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Catch and Release

Alles über fischen, das sonst nirgends hineinpasst!

Catch and Release

Beitragvon Muskelman » 25.07.2011, 21:09

So liebe Angelkollegen ich habe mich schon ein wenig in der Suchfunktion umgesehen habe aber nicht wirklich was gefunden.

Folgendes Szenario:

Baggersee, sehr schlammig! Gefischt wird auf Karpfen und ein Angelkollege bildet sich ein er muss unbeding diese stinkenden nichtschmeckenden Karpfen mitnehmen! (Ich weiß es aus eigener Erfahrung die schmecken "schei.."!)

Was haltet Ihr davon und dann wundern sich Fischer wieder wenn nigs gefangen wird!?
Wie steht Ihr zum Thema unnötiges Fischtöten?
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Beitragvon buggi » 25.07.2011, 21:15

Wieso unnötig? Ich schätze er entnimmt den Karpfen um ihn zu essen.
Ist meiner Meinung nach in Ordnung.

Portionsfische zu entnehmen ist in Ordnung wenn sie sinnvoll verwertet werden.
Aber übertrieben viel sollte man auch nicht entnehmen.

Betreibe selbst sehr viel C&R aber entnehme auch hin und wieder den ein oder anderen Fisch.

Kapitale werden natürlich zurückgesetzt.
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Re: Catch and Release

Beitragvon hesi » 25.07.2011, 21:16

Es kann UNMÖGLICH sein dass du dazu nichts hier im Forum gefunden hast. :wink:
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Re: Catch and Release

Beitragvon WiM » 25.07.2011, 21:19

hesi hat geschrieben:Es kann UNMÖGLICH sein dass du dazu nichts hier im Forum gefunden hast. :wink:


Das habe ich mir auch gedacht :lol: :lol:
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Re: Catch and Release

Beitragvon Muskelman » 25.07.2011, 21:34

Ja ich habe schon was gefunden aber eher in Richtung Gesetzt und Richtlinien ich wollte nur eure persönliche Meinung darüber hören!


Und ja bezüglich essen: Ich esse auch gerne Fisch aber nicht einen Schlammigen Fisch und ich weiß die schmecken schlammig aus dem Baggersee!
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Re: Catch and Release

Beitragvon koppenkitzler » 25.07.2011, 21:48

Auf serbische Art,ganz scharf,verschwindet das "Letteln".

Früher haben die Leute die Karpfen "ausgwassert",aber Lebendmitnahme ist heute fast überall verboten(ist auch richtig so).

Im Übrigen finde ich es auch nicht verwerflich einen kleineren Karpfen als Schmaus mitzúnehmen(sind ja meistens Satzkarpfen),bei Großen wärs eher noch bedenklich.
Dein Anglerkollege ißt halt gerne Fisch und wenn er lettelt,wird er sich es beim nächsten Male eh dreimal überlegen.

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Re: Catch and Release

Beitragvon kunifax » 25.07.2011, 22:03

Hallo !

Vielleicht wollte er den Fisch :twisted: verschenken :twisted: an "gute Freunde" ! :mrgreen:


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Re: Catch and Release

Beitragvon Polsi » 25.07.2011, 22:16

Muskelman, wenn du den St. Andräer See meinst, ist das dort eh wurscht. Alles, was ins Biotop gesetzt wird, kommt auch wieder raus, und was heuer nicht raus kommt, wird eben im nächsten Jahr gefangen. Deshalb wirst dort auch kaum auf große Fische stoßen... leider.
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Re: Catch and Release

Beitragvon Anonymer Thomas » 26.07.2011, 01:45

wenn ein fischer die erlaubnis hat einen fisch mitzunehmen und er der ansicht ist dass er ihn essen will& kann dann spricht nichts dagegen.
gerade bei karpfen gibt es viele seen und teiche wo extra kleine karpfen besetzt werden die dann letztenendes bald am teller landen.
will man einen natürlichen bestand, und alte fisch muss man sich halt überlegen wo man fischt und wie.
ich persönlich entnehme fische, allerdings sehr selektiv. Speziell große weibliche Fische setze ich meistens zurück, denn die sind (sofern sie es können) fürs laichen ein Hit! Und mir geht das ökologische Gleichgewicht in meinem Wasser mehr zu Herzen als ein fischiges Abendessen :)
Daher sind mir so "mittelmaß statt brittelmaß" am liebsten. Nicht zu klein, nicht zu groß und vorzugsweise Männchen, da biologisch nicht so wertvoll.
Er hat sich gestreubt und gewehrt, aber schliesslich hatte ich ihn doch am Haken. Das war vielleicht ein Teufelswurm! Ich hätte schwören können dass ich damit was fange --- Hal aus Malcolm mittendrin ---
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Re: Catch and Release

Beitragvon Lupus » 26.07.2011, 06:27

Hallo Freunde!

Der Karpfen ist in vielen Gegenden der Speisefisch Nr. 1 und auch der billigste Besatzfisch. Daher wird meistens auch von den Bewirtschaftern mit Karpfen am meisten besetzt. Ich halte es da für mehr als legitim, dass ein Großteil dieser Fische auch zum eigenen Verzehr entnommen wird, und letztlich kommt es den Großkarpfenspezialisten zugute, denn es bleibt immer ein guter Teil übrig, der zu anständigen Stücken heranwächst, die dann nicht mehr entnommen werden.
Wie @AnonymerThomas richtig beschreibt, soll es ein Mittelmaß geben, wo man Fische zur Entnahme bestimmen kann, das sogenannte „Küchenfenster“.
Außerdem würde ich differenzieren: An Gewässern in siedlungsnahen Gebieten mit Verein mit größerer Mitgliederanzahl und stärkerem Besatz wird man mehr entnehmen können, als wenn es sich um ein Gewässer handelt, wo beispielsweise Wildkarpfen leben und sich natürlich vermehren, bzw. man daran ist, so etwas (wieder) zu schaffen. Dort würde ich eher gegen Entnahme oder höchstens 1-2 Fische pro Jahr plädieren.
Was Schlammgeschmack von Karpfen betrifft: Ich habe schon in sehr schlammigen Gewässern gefischt und eigentlich nicht die Erfahrung gemacht, dass die Fische ungenießbar sind. Der Karpfen hat einen „leicht nußigen“ Geschmack, so wird es beschrieben.
Eigentlich hat der Karpfen keinen typischen Fischgeschmack, er „fischelt“ nicht. Das ist zum Beispiel der Grund, warum meine Frau überhaupt nur Karpfen oder Schleie als Speisefisch ist, weil diese Fische nicht „fischeln“. Einen Seefisch, oder auch einen Hecht oder eine Forelle findet sie „grauslig“ (des schaut aus wie a Fisch und fischelt und schmeckt nach Fisch und überhaupt, wääh).
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Re: Catch and Release

Beitragvon Muskelman » 26.07.2011, 07:49

Naja Ihr seht dass anscheinend nicht so schlimm! Naja danke allen für die Meinungen! :up2:
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Re: Catch and Release

Beitragvon Lepidorfer » 26.07.2011, 08:07

Ich fische an einer ehemaligen Lehmgrube am Rande von Wien, er werden dort Karpfen besetzt die großteils Portionsgröße haben... Mir geht es beim angeln nicht darum mir mein Essen zu beschaffen! (da könnt ich gleich zum Metro fahren und mir an ausgnommenen kaufen...) Mir gehts darum das ich das ungewisse entdecke, weil man bei meinem Gewässer nie weis obe jetz a Satzler mit 2 kg beisst, oder doch der 15 kg Karpfen grad den Pellet,Brot oder dgl. genommen hat!

Ich will auch das dies so bleibt, deshalb entnehme ich selektiv (nur für Bekannte,Freunde etc.) ich selber esse keinen Karpfen, habe mir da als Kind mal an Grausen geholt, und seit dem NEIN DANKE!!!

Bei Zander,Hecht,Barsch und Co. praktiziere ich das zirka gleich, wenn der Fisch die richtige Küchengröße hat nehme ich ab und an einen mit, da ich aber im Jahr nur 4 Rauber entnehmen darf lasse ich den größten teil wieder schwimmen.

Anders sieht das bei den besetzten Forellen aus, von denen nehme ich eigentlich jede mit, da sie meiner Meinung nach in diesem Gewässer nix verloren haben, und weil sie super gut schmecken... Die kommen dann in meinen Räucherofen (Fotos kommen noch in einem eigenen Beitrag)...

Aber im Großen und Ganzen kann ich sagen das ich eigentlich fast ausschließlich C&R betreibe (bei 2-4 Karpfen im Jahr die ich mitnehme...)

Die Meinungen Vereinsintern und unter den Anglern generell gehen da weit auseinander!!!

Die "Alte Schule" stellt sich bei dem Thema eigentlich ausschließlich quer, die Jungen betreiben C&R so wie so (zu 99 %) da sie das fischen nie als Nahrungsbeschaffung kennen gelernt haben...

Soll jetzt keine allgemein gültige Aussage sein, ich kenne "alte Hasen" die setzten jeden Fisch zurück...
Ich verstehe nur nicht wieso man es per Gesetz verbieten muss!

Ich bin dafür das jeder der dafür bezahlt, auch das recht hat mit den Fischen zu machen was er will (entweder mitnehmen bis sein Entnahme limit erreicht ist, oder halt wieder schwimmen lassen) im Grunde genommen haben wir uns das je selber eingebrockt, das die Tierschützer da so lange herum getan haben bis das gesetzt durch war...

Zum Schluss:

Es ist ja eh so das dich keiner daran hindern kann die gefangenen Fische wieder zurück zusetzten, und genau so wenig sie zu entnehmen! Ein Mittelding wäre der richtige Weg, aber in Österreich unmöglich!!!

Ich setzte wie gesagt 99% der Fische die ich fange wieder zurück, und selbst wenn ich eine Strafe dafür bekommen würde, ich würds weiter so praktizieren!

Es gibt immer Leute denen das nicht in den Kragen passt (bei mir am Wasser mehr als überall auf der Welt) aber ich hab an bradn Bugl und die können mich fett...
Denn ich reg mich ned so künstlich auf wenn sie 30 Karpfen im Jahr mitnehmen, und das schon seit 25 Jahren... Also sollten sie eigentlich auch den Schlapfen halten!
Das Thema ist heiß umstritten und es hat mich schon einige Nerven (und sicher das eine oder andere Lebensjahr => wegen dem Herzinfarkt warats :danke: )
vor allem am Wasser aber auch in Foren...

Wie gesagt ich will ein Gewääser haben in dem sowohl Portionsfische als auch Monsterkarpfen herum schwimmen, aber duch einen Entnahmezwang wirds das nicht mehr lange geben!!!

ICH SETZTE ZURÜCK!!! WEMS NED PASST, DER SOLLS IN A SACKL REDEN!!!
NACH DEM ANGELN IST VOR DEM ANGELN!!!
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Re: Catch and Release

Beitragvon Lupus » 26.07.2011, 08:23

Hallo noch einmal!
Um die Sache grundsatzmäßig aus meiner Sicht zu erklären:

Wenn man mit dem Finger auf Leute zeigt, die gerne einen Fisch für den Verzehr entnehmen, nur um eigene Bedürftnisse zu bedienen (ein verwerteter 2 Kilo Karpfen kann nicht zu einem 20 Kilo Karpfen heranwachsen, den ich als „PB“ haben will), dann ist man anglerisch genauso fehl am Platz wie der, der um jeden Preis „seine Karte voll bekommen will, obwohl er gar nicht so viel Fisch ißt, sondern den einen an den Greissler vom Eck abgibt, den nächsten an die Mali –Tant´von der 17er Stiege und so weiter.

Ich praktiziere sowohl Fischentnahme als auch C&R und empfinde bei der Entnahme eines Fisches, den ich dann andächtig verspeise, genauso viel Freude wie bei einem, den ich schonend zurücksetze.

Unter Umständen kann es sogar mehr Freude bedeuten. Das Fischen mit dem Ziel, mir einen Fisch für zu Hause zu fangen verbinde ich mit dem uralten Zauber des ureigentlichen Sinnes der Fischerei. So kann es vorkommen, dass ich nach einigen Touren an Fliegengewässer mit Entnahmeverbot, wo ich zauberhafte Rotgetupfte und Äschen fing und wieder schwimmen ließ, auf einmal die irrsinnige Sehnsucht spüre, mich einen Morgen an ein stilles idyllisches Wasser zu setzen und einen Karpfen zu fangen und nach Hause zu nehmen. So geschehen auch letzte Woche. Ich wollte genau das, und als ich dann den hübschen Fußweg vom Wasser zurück zum Auto ging und mein alter „Fischerrucksack“ so angenehm um 2 oder 3 Kilo schwerer war von einem Karpfen, der dann herrlich schmeckte, fühlte ich mich in diesem Moment fast mehr als „vollkommener Fischer“, als eine Woche davor, als die Fische wie wild nach der Trockenfliege stiegen. Ist natürlich alles relativ, und ich sehe es als die vielen Möglichkeiten, die ich habe, wo immer wieder einmal die Sehnsucht „zum Ursprünglichen“ zurückkehrt.

Gruß Lupus
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Re: Catch and Release

Beitragvon DryFly » 26.07.2011, 09:18

Das ist also C&R *gähn* die 5-Millionste...... *gähn*

Aber zur Frage:
Muskelman hat geschrieben:....Wie steht Ihr zum Thema unnötiges Fischtöten?

Diese Frage wird mit Sicherheit jeder gleich beantworten: Natürlich dagegen! Nona ;-)

Was ist eigentlich unnötiges Fischtöten? Bedeutet dies schon einen Fisch abzuschlagen, den ein anderer gerne gefangen hätte? Oder bedeutet dies einen Fisch abzuschlagen und in den Kübel zu werfen? Na was denn nun?
Oder bedeutet dies schlicht und einfach einen Fisch zu töten, oder seinen Tod in Kauf zu nehmen, ohne die Absicht, in zu verspeisen zu haben?
Dann, liebe Fischerkollegen, tja dann fällt allerdings auch C&R darunter, weil die Mortalität eindeutig nicht bei 0% liegt! Das sollte einmal ins Stammbuch geschrieben werden!
Man sieht also, diese ewigen C&R-Revivals (man betrachte meinen jugendlichen Ausdruck ;-) ) führen nur zu einem Ergebnis: nämlich zu unnötigen Diskussionen, bei denen genau NIX rauskommt. Zu verschieden sind die Ansichten, und jeder hat irgendwie Recht und auch nicht.
Der Mensch steht nunmal am anderen Ende der Nahrungskette. Diese Tatsache gibt ihm die Möglichkeit (nicht automatisch das Recht!), zu entscheiden, ob der Fisch nach dem Fang in seinem Habitat, oder im Kochtopf schwimmt.
Aber wie immer der Angler sich auch entscheiden mag: er hat gefälligst den Fisch schonend und mit dem gebotenen Respekt zu behandeln! Egal, ob nun C&R oder C&C.

Und jetzt freu ich mich schon auf die nächste C&R-Diskussion, denn die wird sicher wieder für einen ruhigen Schlaf bei mir sorgen *gähn*
Gruß, DryFly

"Fliegenfischer haben so etwas wie eine ‚Theorie der Neugierde‘ entwickelt. Die Theorie besagt, daß Fische, wie Menschen, manchmal auf Sachen anspringen, nur weil sie gut aussehen, nicht weil sie gut schmecken." (Norman Maclean)
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Re: Catch and Release

Beitragvon Lupus » 26.07.2011, 09:22

DryFly hat geschrieben:Das ist also C&R *gähn* die 5-Millionste...... *gähn*



Und jetzt freu ich mich schon auf die nächste C&R-Diskussion, denn die wird sicher wieder für einen ruhigen Schlaf bei mir sorgen *gähn*

Hallo DryFly:
Stimmt auch wieder irgendwie.
Nun, wir können uns ja glücklich schätzen, 6 Moderatoren und 3 Administratoren zu haben, die diesem Übel Abhilfe schaffen können.
Gruß. Lupus
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