Der King ist zurück!
Gestern startete ich nach vier völlig erfolglosen Schleienansitzen sowas wie einen letzten Versuch, meinen Ruf als Schleienspezi doch noch zu retten.
Um endlich mal auszuprobieren, ob der ganz früher Morgen tatsächlich die beste Schleienzeit ist und ich sowieso nicht schlafen konnte, war ich schon im Morgengrauen dort. Natürlich biss bis am Vormittag nichts, soviel zur Lehrbuchthese.
Ich beangelte einen Platz direkt am Ende de Steges, aber vom Ufer aus, um die Fische nicht zu verschrecken. So konnte ich super vom Steg aus anfüttern und die Stelle perfekt anwerfen.
Ich wollte eine andere Taktik ausprobieren und schlug den Rat, sparsam zu füttern gleich mal aus. Schon am Anfang gab's ca. 10 große Futterbälle von meinem eigens kreierten Spezial-Schleienfutter. Dazu gab ich fast eine ganze Dose Mais.
Ich angelte mit meiner Quiverrute und einem 15-g-Futterkorb am Paternosterarm, um sogar noch zusätzlich Futter an den Platz zu bekommen. Als Köder kamen nur Würmer in Frage, also Tauwürmer und Tigerwürmer, kombiniert mit ein paar Maden am 10er Haken.
Der erste Biss kam schnell und ich wusste schon am Beissverhalten, dass es ein kleiner Barsch war. Es folgten ein paar Rotaugen.
Dann war es etwa um 10.30 Uhr soweit. Die Spitze bog sich durch, der Anschlag kam und sofort waren 10 Meter von der Rolle gezogen. Ich konnte den Fisch mit so einer Traumrute natürlich schnell bändigen und landete gleich darauf eine Traumschleie von 2400 g und exakt 50 cm.
Der Tag war gerettet, mein Selbstbewusstsein wieder aufgebaut, doch anscheinend hatte ich einen Glückstag. denn um ca. 11.30 kam der nächste Biss. Wieder harte Gegenwehr, die auf eine fette Schleie schließen ließen. Und wieder war es ein absolut unglaublicher Traumfisch: 51 cm, 2500 g.
Die erfolglosen Fischer am anderen Ufer staunten nicht schlecht über Polsi's Schleienkünste und bekamen dann um 12.30 Uhr noch einen Nachschlag. Ein Fallbiss allererster Klasse - gerade Spitze, schlaffe Schnur. Der Anschlag saß und der Drill noch ein wenig härter. Der Fisch war gleich lang wie der letzte: 51 cm, 2600 g!
Um 15.30 Uhr packte ich ein. Ich war völlig übermüdet und hatte wahrlich genug gefangen. Außerdem wurde das Wetter langsam schlechter und ein kalter Wind kam auf. Tja, so lässt es sich angeln. Ein Vormittag, 3 Schleien und keine unter 50 cm (die alle zurückgesetzt wurden) und das am gleichen Gewässer, wo ich heuer schon einige Male keinen Fisch fangen konnte...








