ich hab mal einen kleinen Bericht zum Carphunter.at - Hungarian Carp Cup verfasst.
Der Bericht schildert ein paar Eindrücke, die wir dort so erlebt haben.
Es war von Anfang an ein sehr harter Kampf um die ersten Plätze, wobei wir schlussendlich den tollen 2. Platz erreichen konnten.
Die Fotos dazu findet ihr hier: http://www.fws-carp.at/berichte/hungari ... 20weg.html
ich hoffe er gefällt euch
LG STEFAN F.
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Nun sitze ich hier und schreibe seit längerer Zeit wieder einen Bericht. Nach vielen auch erfolgreichen Sessions an meinem Hauswasser, an dem ich heuer schon 3 mal meinen Hauswasser-PB übertreffen konnte, geht’s nun das erste mal heuer ins Ausland. Es geht nach Ungarn, zum Carphunter.at Hungarian Carp Cup, ein Event, dass von Anfang an sehr spannend für mich klang. Donaualtarm, schöne Fische, tolle Preise und und und… Kurz gesagt, ich freute mich schon riesig auf dieses Event! Doch für uns gibt es kein Event ohne tagelange, intensive Vorbereitung… Rigs binden, Boilies rollen, Spod mixe zusammenstellen usw…
Die Anreise:
Nun geht es endlich los, unser „Team-Bus“ ist bis zur Decke voll mit Tackle. Mit im Gepäck sind mein Teamkollege und Vater Wolfgang, meine Mutter und meine Freundin, die es sich auch nicht nehmen ließ, einmal bei einen größeren Cup dabei zu sein. Also voll gepackt fuhren wir Richtung Ungarn. Allzu lange dauerte es auch nicht als wir uns durch verwinkelte Straßen durchkämpften und dann endlich bei dem kleinen ungarischen Restaurant ankamen. Dort versammelte sich erstmal die ganze „Partie“ und wir tranken alle einmal ein paar Getränke. Es war einfach ein gemütliches Miteinander! Gott sei dank, hatten wir mit dem Wetter ein riesen Glück und es schien die Sonne und es war heiß.
Dann begann auch schon die Auslosung der Plätze, die der Klaus von Carphunter.at durchführte. Wir hatten natürlich keine Ahnung, welcher Platz jetzt viel versprechend aussieht, weil wir das Gewässer bis zum heutigen Tag nicht einmal gesehen haben, und somit absolut nichts von dem Gewässer wissen. Ich schickte Papa zum ziehen, und ich wusste schon was kommt… (wir sind dafür berümt, dass wir IMMER den 13er Platz ziehen, und so war es auch diesmal… Das ist doch nicht zu glauben, schon wieder der 13er… Fassungslos und erwartungsvoll fuhren wir sofort zu unserem unbekannten, gerade gezogenen Platz.
1.Tag:
Es war ein sehr schöner, eigentlich auch großer Platz wo wir genug Platz für alles haben. Das gegenüberliegende Ufer ist umsäumt von Bäumen und ins Wasser ragenden Ästen. – Wie an jeden anderen Platz auch. Nur was mir auffällt ist, eine auf 20m längliche Schlammwolke, die sich später dann beim Markern als ein extrem seichtes Plateau herausstellte. Dort stieg die Wassertiefe von 2,5m auf sage und schreibe 0,5m an… -> so viel zur „Schlammwolke“ Nichts desto trotz gehts wieder mal ans Aufbauen. Die Montagen und Rigs wurden dem Gewässer angepasst, die Futtermixe wurden angerührt, es wurde aufgeködert und aufs Startsignal gewartet. Unsere Ruten bestückten wir mit verschiedensten Sachen. 2 Ruten mit unseren Bananen Kugeln und Squid O. und die anderen Beiden mit anderen Sachen. So, jetzt wird erstmal ein Kaffee getrunken nach dieser echt schweißtreibenden Arbeit. Dann kam auch schon das ersehnte Startsignal und wir warfen unsere Ruten auf die verschiedensten Spots aus.
Gleich nach dem Start ereignet sich ein „Schauspiel“ welches ich erst selten zu Gesicht bekam. Die meisten Teams futterten wie wahnsinnige auf Teufel komm raus. Das ging so ca. eine halbe Stunde lang. So lange sah ich auch zu und zählte insgesamt 16 Raketenwürfe, die sogar bis in die Baumkronen am gegenüberliegenden Ufer flogen. Wir beschlossen, anders als die anderen zu sein und erstmal nichts zu füttern. Diese Taktik verhalf uns schon bei einigen Cups zu den einen oder anderen Fisch mehr. Inzwischen konnten wir auch unser „Lager“ so einzurichten, dass alles an dem Platz steht, wo es auch stehen soll. Dann gabs mal Mittagessen und einen kleinen Spaziergang. Dann setzte ich mich wie immer auf meinen Stuhl, Polbrille auf und beobachtete intensiv das Wasser… Was soll ich sagen, bis auf die Fischbrut am Ufer war das Wasser nahezu ausgestorben… Keine Aktivitäten. Am späteren Nachmittag fütterten auch wir unseren Spodmix und unsere Kugeln an und so begann alles…
Pünktlich am 19:00 der erste Biss… Papa nimmt die Rute auf und der Fisch macht mächtig Druck. Meine Apocalypse bog sich im Halbkreis und der Fisch war nahezu nicht aufzuhalten. Als er vom gegenüberliegenden Ufer endlich heraußen war hatten wir schon das nächste Problem… Die Kante. Da muss der Fisch, welcher vermeintlich etwas größer ist erst mal drüber kommen ohne das sich die Schnur verabschiedet. Glücklicherweise war auch das geschafft und so konnten wir auch schon unseren ersten Karpfen aus diesem Gewässer landen. Ein toller langer Schuppi mit geschätzten 10kg. Super dachte ich mir, das fängt ja echt super an!
Kurz danach kam auch schon der nächste Biss. Den Fisch verloren wir aber leider im Drill. Dann kam auch schon Klaus, ich glaube es war so gegen 22:00 als wir unseren Fisch auf die Waage hievten. 9Kg sagte die Waage aus und wir sind laut Klaus bis jetzt auf Platz 2. Das heißt aber nichts. Es geht ja noch sehr lange. Dann kam auch schon die Nacht und zu meiner Verwunderung gab es dort nicht eine einzige Gelse… Noch einmal berieten wir uns mit welcher Taktik wir morgen fahren sollten. Schnell waren wir uns einig und zogen uns in unsere Zelte zurück. Mitten in der Nacht wurde ich von einem Biss geweckt, den ich aber leider wieder nicht herausbekam… Bedenken kamen auf, aber ich schlief weiter.
Dann wurde ich wieder von einem einzelnen Pieper geweckt. Ich stand sicherheitshalber auf und sah nach dem Rechten. Komisch, warum hängt der eine Swinger nach unten? Der hat ja jetzt gar nicht gepiepst… ich wurde stutzig und ging der Sache auf den Grund. Die Schnur hing komplett schlaff durch und ich nahm die Rute auf, kurbelte vorsichtig aber zügig einiges an Schnur ein als plötzlich 10m neben mir ein Fisch flüchtete… Ich spürte den Wiederstand des Fisches und schon war er wieder weg… Sowas hab ich auch noch nicht erlebt. Die Funkbox ist immer auf vollster Lautstärke aufgedreht und wir haben beide nichts von diesem Bissanzeiger gehört. Egal, ich versuchte die Sache zu verdrängen und weiterzuschlafen. Am frühen morgen (es wurde gerade hell) bekamen wir den nächsten Biss. Schnell zur Rute und auf in den Kampf… Aber den brachten wir raus. Zwar ein kleiner Satzkarpfen von 3kg aber das ist egal. Fisch ist Fisch.
Tag 2:
Über Nacht haben auch einige andere Teams Fische gefangen und somit verschlug es uns auf den 4. Platz. Wir zerbrachen uns den Kopf darüber was hier nicht passen könnte, dass wir so viele Fische verlieren… Die Rigs haben immer Fische gefangen und selten welche verloren, aber da ist alles anders… Und schon wieder ein Biss. Zack und der nächste Satzler lag auf der Matte, Toll!! Jetzt geht’s auf einmal wieder…
Jetzt kam Biss um Biss und ich stand schon wieder mit gebogener Apocalypse am Ufer. Das ist diesmal aber wieder ein schwererer Fisch sagte ich, als gerade der Hannes alias Blackmax von Carphunter.at vorbeikam um uns zu begrüßen. Ich hatte ein großes Problem: ich bringe den Fisch einfach nicht über die Kante. Eine halbe Stunde stehe ich schon am Ufer und spiele mich mit allen erdenklichen Drill-schikanen mit dem Fisch, aber er will einfach nicht raufkommen. Ich entschied mich dafür raus aufs Plateau zu gehen. Ja, Ich fragte mich selbst ob ich ein bisschen angrennt bin aber was solls, das ist ein großer Fisch und der bringt uns viel weiter. Also, Badehose an, Schuhe aus und ab ins kühle Nass. Bis zum Hals war ich im Wasser, als es endlich wieder seichter wurde. Nun stehe ich hier am Plateau, das Wasser reicht mir bis zu den Knien und denke mir… hehe jetzt kommst aber rauf klana. Jaja das dachte ich aber nur. Es ging einfach nicht… ich machte den Fisch unendlichen Druck aber auch das half nichts. Es fühlt sich so an, als ob er irgentwo hängen würde, aber das tut er nicht. Es schwimmt mir vor den Füßen hin und her, ich sehe ihn zwar nicht, aber ich merke es an der Schnur… Das verstehe ich nicht sagte ich dauernd.
Dann schrie ich mal ans Ufer: ich glaub das is ein Wels… Nach einer ewigen Stunde Drillzeit habe ich den Fisch endlich da heraußen. Ich sehe ihn, es ist ein Karpfen, geschätzte 13-15kg schwer. Doch was ist das? Ich habs gewusst, das da was ist… Er hängt an einer geflochtenen Schnur, die an einer Wasserflasche befestigt ist, die wahrscheinlich Schwarzfischer ausgelegt haben. 2 Schläge mit seiner Schwanzflosse und weg war er der Gute. Eine Welt brach zusammen und ich konnte es einfach nicht fassen. Ich brachte nichts aus meinen normalerweise so großen Mund heraus und ging enttäuscht wieder zurück durchs Wasser an unser Ufer. Die Enttäuschung ist uns allen ins Gesicht geschrieben. So knapp vor dem Ziel steigt er aus… SCH….ade
Aber ich habe gelernt, sich von so etwas nicht unterkriegen zu lassen und nun war ich voll motiviert. Jetzt gings los, die zuvor abgesprochene Taktik anwenden, füttern, auslegen, selber was essen und warten. Um die Mittagszeit war wieder Tote Hose und am Nachmittag verloren wir wieder einen kleinen Fisch. Am Abend sah es nicht gut aus von der Platzierung. Rang 4 weiterhin. Das muss sich ändern!
Tag 3:
Doch unsere Bemühungen würden noch Früchte tragen, das weiß ich. Und so war es dann auch. In der Nacht bekamen wir wieder Biss um Biss und konnten bis am Morgen 5 Fische einsacken. Alle mit einem Gewicht von 2-3 kg. Ich glaube 2 oder 3 Fische haben wir auch wieder in der Nacht verloren. Nun war es ein Kopf an Kopf rennen. 2 Stunden vor Schluss kämpften wir mit 2 anderen Teams um den 2. Platz. Auch unser Rig wechselten wir und versuchten ein alt eingesessenes Rig, welches uns schon viele Fische gebracht hat. Der erste Platz ist wie es aussieht schon vergeben. Und es ging unermüdlich weiter mit den Bissen und wir fingen weiter Fische. Aber unsere Konkurrenten auch. Wieder eine Abwaage: dem 4. Platz fehlte auf dem 2. Platz genau 3 kg.
Die Sache wird gaaanz eng, das wussten wir alle, aber wir können gut mit solch einen Druck umgehen und fütterten unermüdlich unsere Kugeln, die sich hier als der volle Bringer wieder mal herausstellten. Die Fische standen voll am Futterplatz und es ging nur noch eine Stunde lang. Was soll ich sagen, in dieser einen Stunde fingen wir wieder noch 4 Fische und 2 haben wir wieder verloren. Nun war der Sack zugemacht und der 2. Platz war uns sicher. Dann kam auch schon das Signal, das das Fischen beendete. Die letzte Abwaage stand an. Hannes kam mit einem lächeln vorbei und sagte, dass es eng werde, da die anderen Teams ein-zwei Fische gefangen haben. Als er dann unsere 4 Karpfensäcke im Wasser sah, sagte er, dass sich das dann locker für den 2. Platz ausgeht. Und so war es dann auch. Mit 10kg Vorsprung konnten wir uns doch noch von den anderen absetzen und darüber waren wir sehr sehr froh. Schlussendlich ist unsere Taktik voll und ganz aufgegangen und brachte uns sehr viele Bisse und Fische.
Leider Gottes verloren wir ca. 10 Fische oder mehr, sonst hätte es ein bisschen anders ausgesehen ; D Unsere Tacktik ging voll auf und darüber freuten wir uns riesig. Das war wieder mal eine Bestätigung unsererseits und das es sich sehr wohl auszahlt, anders als die anderen zu sein. Wir freuten uns riesig über den 2. Platz und packten den ganzen Kram wieder zusammen. Danach fuhren wir wieder zu dem kleinen Gasthaus und trafen uns dort wieder mit allen Teilnehmern. Die Preise waren alle toll aufgestellt und in Szene gesetzt. Jetzt gabs erstmal ein deftiges Gulasch zur Stärkung und danach die Siegerehrung. Dieses Event war echt Spitze. Es hat einfach alles gepasst, die Leute, die gesamte Organisation, das Wasser, die Fische, die Preise und und und… Ein TOP Event, welches ich gerne nächstes Jahr wieder besuchen möchte.
Zum Schluss möchte ich mich bei den Organisatoren recht herzlich bedanken, dass sie so ein schönes und tolles Event auf die Beine gestellt haben, bei dem es an nichts fehlte. Und unsere Gratulation an die verdienten Sieger dieses Bewerbes!
Zum Schluss noch die Rangliste am Ende des Cups.
1) Team R&F Hunter 63,8kg
2) FWS / Maver Carp Team 43,2kg
3) Spelunkenteam 33,4kg
4) Bait Alarm 29,9kg
5) Dark Dog Carpers 20,00kg
6) K&K 19,5kg
7) Mystik 13,5kg
9) Kukuruz Fischer und Wurmboder.. 3,00kg
10) Inkognito Carphuntes 0,00kg
STEFAN
FWS CARP TEAM






