Bekämpfung der Wasserpest
In seinem Rundbrief 1/2010 an die Mitgliedsvereine wies der Deutsche Seglerverband auf das Problem der zunehmenden Überwucherung von Gewässern mit der Pflanze "Elodea" hin. Am 30. Januar 2010 veranstaltete der DSV auf der "boot" in Düsseldorf einen Workshop zum Thema "Elodea" . Die Pflanze, landläufig unter dem Namen Wasserpest bekannt, stellt in zunehmende m Maße in vielen deutschen Regionen ein Problem für die Unterhaltung und für die Befahrbarkeit der Gewässer dar. Stauseen in Nordrhein-Westfalen, das Steinhuder Meer, der Dümmer, aber auch Tagebauseen in Sachsen und Gewässer in Berlin seine stark mit der Pflanze bewachsen. Experten des Ruhrverbandes stellten die wissenschaftlichen Hintergründe dar. Die Pflanze wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Amerika eingeschleppt und verbreitete sich in Europa stark. Auf dem Workshop diskutierten die Fachleute mit Vertretern betroffener Vereine und Verbände Möglichkeiten ihrer Bekämpfung, da die gesetzlich zulässigen und wirtschaftlich vertretbaren Maßnahmen zur Eindämmung bislang keine nachhaltige Wirkung zeigten. Die Pflanze ist sehr genügsam, schnellwüchsig und bereits ein oder zwei kleine Triebe reichen aus, einen ganzen See zu bewuchern. Nach Expertenmeinung besteht die größte Aussicht auf Eindämmung der Wasserpest, indem sie mit natürlichen Fraßfeinden bekämpft wird. In Deutschland hat der Ruhrverband bereits begonnen, die betroffenen Ruhrstauseen mit Rotfedern zu besetzen. Diese Karpfenart ernährt sich unter anderem von Wasserpflanzen und könnte bei ausreichendem Bestand die Wasserpest nachhaltig reduzieren.





