Laut Auskunft von Fischereiaufsehern und mehreren Vereinsmitgliedern werden in (allen?) Revieren des VÖAFV in Wien ab kommendem Jahr (für insgesamt drei Jahre) die Flussbarsche ganzjährig geschützt sein, um als neue Geheimwaffe gegen die Grundeln herzuhalten. Auf der Homepage des Vereins Floridsdorf des VÖAFV ist bereits jetzt zu lesen: Es wurden Aalrutten und Flußbarsche zur bekämpfung [sic] der Grundel besetzt. Die Vereinsleitung bittet alle Kollegen und Kolleginnen diese schonenst [sic] wieder zurückzusetzen.
Ich finde diese Kehrtwendung etwas kurios, zumal derzeit der Barsch sogar noch als Köderfisch verwendet werden darf und weder ein zahlenmäßiges Fanglimit noch ein Brittelmaß existieren. Von weitgehend vogelfrei zu vollkommen geschützt also.
Mich würde interessieren, was ihr davon haltet und ob es sich dabei um eine sinnvolle Maßnahme handelt. Meiner Beobachtung nach sind die Barschbestände erfreulich gut, und die bevorzugte Nahrung scheint nicht die Grundel zu sein, sondern eher andere Kleinfische - es stellt sich also die Frage, ob man hier nicht den Bock zum Gärtner macht, d.h. ob durch die Barschhege und den Barschbesatz nicht Laich und Brutfische noch stärker dezimiert werden, als dies jetzt schon der Fall ist. Aber vielleicht können hier die gewässerökologisch Gebildeten etwas Licht in mein Dunkel bringen.




