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Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

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Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon morgenthau » 08.10.2010, 02:48

Laut Auskunft von Fischereiaufsehern und mehreren Vereinsmitgliedern werden in (allen?) Revieren des VÖAFV in Wien ab kommendem Jahr (für insgesamt drei Jahre) die Flussbarsche ganzjährig geschützt sein, um als neue Geheimwaffe gegen die Grundeln herzuhalten. Auf der Homepage des Vereins Floridsdorf des VÖAFV ist bereits jetzt zu lesen: Es wurden Aalrutten und Flußbarsche zur bekämpfung [sic] der Grundel besetzt. Die Vereinsleitung bittet alle Kollegen und Kolleginnen diese schonenst [sic] wieder zurückzusetzen.

Ich finde diese Kehrtwendung etwas kurios, zumal derzeit der Barsch sogar noch als Köderfisch verwendet werden darf und weder ein zahlenmäßiges Fanglimit noch ein Brittelmaß existieren. Von weitgehend vogelfrei zu vollkommen geschützt also.
Mich würde interessieren, was ihr davon haltet und ob es sich dabei um eine sinnvolle Maßnahme handelt. Meiner Beobachtung nach sind die Barschbestände erfreulich gut, und die bevorzugte Nahrung scheint nicht die Grundel zu sein, sondern eher andere Kleinfische - es stellt sich also die Frage, ob man hier nicht den Bock zum Gärtner macht, d.h. ob durch die Barschhege und den Barschbesatz nicht Laich und Brutfische noch stärker dezimiert werden, als dies jetzt schon der Fall ist. Aber vielleicht können hier die gewässerökologisch Gebildeten etwas Licht in mein Dunkel bringen.
<°))))))><
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Beitragvon Lupus » 08.10.2010, 05:33

Ich frage mich auch, ob es wirklich so ist, dass Barsche der Grundel“plage“ Herr werden. Ich bin nämlich schon bei dem Aalruttenbesatz skeptisch. Kann man denn so viele Aalrutten besetzen, dass die wirklich eine Bresche in den Grundelbestand schlagen? Und auf der anderen Seite sind laut Fangberechtigung die Entnahme von 10 Aalrutten pro Jahr gestattet.
Will man jetzt den viel häufigeren Bersch schonen und die doch seltenere Aalrutte nicht?
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Gera » 08.10.2010, 07:43

Das Unterschreib ich Lupus. Eigenartig das ganze
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Muskelman » 13.10.2010, 15:05

bei uns sind Barsche eher eine Plage!
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Polsi » 13.10.2010, 15:08

Muskelman hat geschrieben:bei uns sind Barsche eher eine Plage!


Kann ich nicht bestätigen. Wo denn?
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Sixpack » 14.10.2010, 20:07

Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht - ich würde Raubfische und Aalrutten grundsätzlich mal auf 3-5 Jahre schützen am besten in Intervallen....dann könnten sich die Raubfischbestände vielleicht auch mal von den Sacklfischern ein wenig erholen....
Und soll mir jetzt bitte keiner mit der Anti-C&R-Keule kommen...in den unlimitierten Revieren des VÖAFV wird zu viel entnommen, das ist Fakt!
Eine solche Maßnahme würde viel positives bewirken -Der Raubfischbestand erholt sich, Fehlfänge die nicht zurückgesetzt werden können werden vermieden, Verbuttungen bei Friedfischen gehen zurück, Grundeln werden dezimiert usw.....letztendlich würden dann auch die Reviere wieder attraktiver werden!
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Pedro » 15.10.2010, 10:28

Sixpack hat geschrieben:...in den unlimitierten Revieren des VÖAFV wird zu viel entnommen, das ist Fakt!


Da hast Du vollkommen recht. Allerdings würde ich nicht soweit gehen, manche Arten komplett zu schonen, sondern eher die Fanglimits radikal heruntersetzen. Das aber dafür bei sämtlichen Arten. Ein Limit von 10 Aalrutten im Jahr, so wie derzeit, ist sicher zu hoch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der derzeitige Bestand soviel produziert, dass bei Entnahme von 10 Stück pro Fischer sie Substanz nicht leidet.

Wenn man einige Arten komplett schont, und andere wiederum nicht, werden auf Teufel komm raus die nicht geschonten Arten befischt.
Ein Limit von - sagen wir - 20 Fischen pro Jahr (davon max. 5 Stk. einer Art) sollte reichen. Wer zweimal die Woche Fisch am Mittagstisch haben, oder eine Großfamilie ernähren will, soll zum Fischzüchter gehen.
Und strengere Kontrollen wären auch mal angebracht.
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Gschitz » 15.10.2010, 10:56

Muskelman hat geschrieben:bei uns sind Barsche eher eine Plage!


bei uns sind die Barsche ein Segen, sowohl an der Rute, wie auch amTeller.

Barschbesatz kann schon was bringen bezüglich Blutauffrischung und vielleicht wollte man verhindern, dass die neu eingesetzten großwüchsigen Barsche gleich in der Pfanne landen, bevor sie einmal Ihre Gene weitergeben konnten. Ob Sie die Grundeln dezimieren wird sich wohl noch zeigen. Auf alle Fälle wirds auch die Angler in ein paar Jahren feruen, wenns schöne groß abwachsende Barsche gibt.
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Oldman » 15.10.2010, 11:16

Hallo!

Ich bin eigentlich nicht für generelle Fangverbote - haben wir Angler eigentlich immer Schuld wenn der Fischbestand
zurück geht - müssen wir eigentlich immer die Suppe auslöffeln die Andere verursachen???????
Ich denke vernüftiger wären Schonzeiten auch für Barsch und andere Fried-/Weißfische, vernünftige Schon -/Briitelmaße
und eine wöchentliche Fangbegrenzung. Wir haben eine tägliche Fangbegrenzung leider nicht für Barsch und Weißfische
Rotaugen-Rotfedern u.s.w.
Letztendlich sollte doch jeder Angler so vernünftig sein nicht mehr für den Eigenbedarf zu entnehmen als er in kürzester Zeit
verbrauchen kann. Sollte sich nicht selbst den Ast absägen auf dem er sitzt. Nur frischer Fisch schmeckt richtig gut.

Verstärkte Kontrollen -ist ein leidiges Thema! Wer soll kontrollieren- woher mehr Personal nehmen -wer soll die Leute bezahlen und und.. Ist das Angeln nicht schon teuer genug. Wenn hier die Preise für die Erlaubnisscheine sehen/lese wird mir
übel -- man habe ich das Gut. einmal im Jahr 70,- Euro und kann dann in 12 Gewässer fischen.
Gastkarte 24,- Std nur 6,- Euro
Gruß Oldman
wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen ist,
wirst du festellen, dass man Geld nicht essen kann
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Techtrancer » 15.10.2010, 15:12

in den gewässern wo ich bisher geangelt habe, haben die meisten der angler nichtmal daß notwendige wissen/können um an die fanglimits ranzukommen^^

mehr kontrollen wären sicher gut. hab den monat diesbezüglich mal mit dem verein telephoniert und mich angeboten...........war nicht erwünscht also was solls

selbst als ich erwähnt habe daß mir ein tageskartenfischer voll stolz erzählt hat daß er in der freudenau einen 7kg karpfen heimgenommen und verspeisst hat und der angäblich sogar noch gut geschmeckt haben soll (wenn ich alles glaub, aber nicht daß ein 7kg karpfen gut schmeckt) obwohl man nur karpfen bis 4kg entnehmen darf ........ hat es den beim verein am andren ende der leitung nicht die bohne interessiert :(

ebenso wie ich er früher am donaukanal oft miterlebt habe, daß von diversen migranten einfach alles was flossen hatte egal ob schonzeit oder nicht, bzw brittelmaß oder nicht einfach niedergeknüppelt wurde und im sackerl landete blos weil sie es aus ihrem heimatland noch so gewohnt sind, bzw sie oftmals die fische verkaufen obwohl sowas gesetzlich verboten ist

bei solchen anglern ist es mir dann immer ne freude vor ihren augen einen dicken fisch nach den andren zu landen und alle rückzusetzen :)

hauptsache irgendwelche alteingesessenen kontrollore sind kontrollore obwohl man sie nie am wasser sieht

einmal durfte ich sogar nen kontrollor am kanal kennenlernen der in der zanderschonzeit mit jigs geangelt hat
als ich ihn drauf angesprochen habe, wollte mir dieser wi..... erklären daß er auf brachsen angelt

ebenso hab ich mal am kanal nen kontrollor kennengelernt der seine gefangenen weissfische an diverse migranten verkaufte, obwohl sowas gesetzlich verboten ist

solche kontrollorgane brauchen wir....11elf
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Elmike » 15.10.2010, 17:28

Techtrancer hat geschrieben:daß von diversen migranten einfach alles was flossen hatte egal ob schonzeit oder nicht, bzw brittelmaß oder nicht einfach niedergeknüppelt wurde

ebenso hab ich mal am kanal nen kontrollor kennengelernt der seine gefangenen weissfische an diverse migranten verkaufte, obwohl sowas gesetzlich verboten ist


Ich weiß deinen Einsatz zu schätzen und bin selbst der Meinung das manches Revier mehr Kontrollen vertragen könnte. Aber wenn ich nicht von HIER wäre, wäre ich durch deinen Post echt angepisst. So schäme ich mich nur ein wenig :( ...

@Topic
Bin zwar ein großer Barschfan, aber das Barsche mit der Grundelplage an der Donau fertig werden halte ich für unmöglich. Fanglimits und eine Schonzeit / Mindestmaß für die Art wären dennoch nicht blöd!
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Techtrancer » 16.10.2010, 13:14

es ist traurig aber wahr. kannst mir glauben daß es mir lieber wäre, wenn es nicht so wär!
mir hat sogar einer aus meinem freundeskreis gesagt, daß es "normal" ist daß fische weiterverkauft werden!
und der hat mit angeln normal nichtmal was am hut!
mich persönlich als eigentlicher C&R angler stimmt soetwas doppelt traurig wenn ich hör daß es leute gibt die blos angeln gehen weil sie durch die verkauften fische mehr geld bekommen als sie die angelkarte kostet und die fischbestände e schon sehr angeschlagen sind

@ topic

denk es gibt nen andren fisch in der donau der den grundeln den garaus machen könnte ;)
mir ist letztens beim angeln zumindest aufgefallen daß sich alle grundeln verabschgiedet haben als der schwarm an meinem futterplatz war
kaum war der schwarm weg, bissen wieder die grundeln :(
bei einem der nächsten ansitze mag ich es mal austesten
sprich auf eine der beiden angel kommt ne grundel als köfi drauf und wenns aufgeht ist ein natürlicher feind der grundeln gefunden :)
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon tino2007 » 24.10.2010, 12:57

@ Techtrancer:

Um welchen Fisch handelte es sich, der als er da war, alle grundeln vertrieben hatte?
Irgendeine Idee oder war es einfach der gemeine Grundelschreck?

Ich habe noch nie in der Donau geangelt und kannte die Grundelproblematik auch nur vom Hörensagen.
Aber wäre es nicht sogar besser - wenn auch sicher nicht spaßiger- andere Arten zu schonen, die den Grundel in größerem Umfang zusetzen? zB. Zander oder Waller? entweder schonmaß hochsetzen oder Entnahme verbieten?
Ich weiß sowas hört niemand gerne und ich streue da bedingt Salz in die Wunden der Donaufischer. tut mir leid!
Nehmt ihr die Grundeln als Köderfische oder taugen die nichts?
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon Techtrancer » 24.10.2010, 13:19

hätte nicht gedacht daß es so schwierig zu erraten ist, denn soooooo viele schwarmfische gibt es ja nicht in der donau ;)

dess rätzels lösung.........die barbe :)

der test mit ner grundel als köfi ist aber noch ausständig!
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Re: Barsche in Wien ab 2011 ganzjährig geschützt!?

Beitragvon ubik » 24.10.2010, 13:23

Also ich hab auf der rinne immer mit Grundeln als Köderfisch geangelt
und hatte einige Bisse. Leider konnte ich keinen verwerten.
Aber die Räuber beißen definitv auf Grundeln.


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