von Pedro » 31.08.2011, 09:52
Hallo Mestra,
Ich bin mir sicher, dass es überall in der Donau Karpfen gibt, aber die Bestandsdichten sind bestimmt sehr unterschiedlich. Das hängt einerseits vom Besatz, andererseits von der Struktur und Strömung ab. Ich weiß nicht, welchen Donauabschnitt Ihr befischt, aber weißt Du von Karpfenfängen in Eurem Bereich? Sind es viele? Oder seltene Zufallsfänge?
Ich selbst fange oft Karpfen, weil in meinem Donauabschnitt zahlreiche Buhnen (also große Bereiche mit gebremster Strömung, endlose Schotterbänke, Flachwasserbereiche, starkes Muschelaufkommen, etc. sind. Soviel ich weiß herrschen in Patricks Revier die selben Verhältnisse.
In diesen Bereichen lohnt es sich natürlich, gezielt auf Karpfen zu fischen. Der Köder, den man verwendet, ist eher zweitrangig. Wie Patrick schon geschrieben hat, gehen sowohl Boilies als auch Hartmais gut. Ich selbst fange auch sehr viele Karpfen auf Maden, Dosenmais, etc.
Ich will damit sagen: Wenn Ihr einen guten Bestand habt, kannst Du mit jedem gängigen Karpfenköder erfolgreich sein, wenn der Bestand schwach ist, wird auch der beste Köder nix helfen.
Und zu Deiner ersten Frage: Ich glaube nicht, dass das Feedern nebenher die Karpfen vergrämt. Donaufische sind Lärm gewöhnt. Wenn der Abstand so wie Du schreibst 30-50 Meter beträgt, ist es glaub ich komplett wurscht. Aber wie Polsi schon schreibt: Es ist eine Frage der Aufmerksamkeit: Wenn ich feedere (übrigens keine schlechte Methode auf Donaukarpfen, wenn man die richtigen Plätze anwirft), verzichte ich meist auf eine zweite Rute, weil es sonst zu stressig werden kann. Der Biss auf der zweiten Rute kommt immer genau dann, wenn man gerade damit beschäftigt ist, den Futterkorb neu zu befüllen.