Bin gerade von einem 2 Tage Ansitz/Session auf Karpfen zurückgekommen.
Da ich nur 500m Luftlinie von der Drau weg wohne, habe wir im dortigem Revier natürlich die Jahreskarte und da wir dort schon lange nicht mehr(letztes Jahr) auf Karpfen fischen waren, entschlossen ein Freund und ich es dort wieder mal zu versuchen.
Zurzeit haben wir leider kein Boot (man braucht im "Stausee ähnlichen Abschnitt" leider ein Boot um anzufüttern und auszulegen) und so suchten wir letzte Woche einen Platz im Strömungsabschnitt, in der Nähe eines Platzes, wo ich schon gute Erfolge letztes Jahr auf Karpfen hatte.
Der Platz wurde sogleich 5-6 Tage vorher mit Hartmais und Boilies befüttert und am Mittwoch Abend war es dann endlich soweit und es ging los
Als Köder wählten wir Boilies die als Snowman angeboten wurden und eine Rute wurde mit gekochten Mais und Tigernüssen am Haar präsentiert.
Aus Erfahrung wäre es sicher in unserem Drauabschnitt viel klüger gewesen, einfach 4 Ruten mit Partikel zu fischen, aber wir wollten unbedingt ein paar Karpfen auf Boilies fangen, um auch mehr zu Erfahren, welche Sorten/Geschmäcker sie gerne fressen.
Die erste Nacht verlief ruhig bis auf eine Menge Wasserregulierungen, die mir schon den Kopf zebrechen liesen, ob so überhaupt etwas beißen wurde.
Um Mitternacht hatte mein Freund soetwas ähnliches wie einen Run, da er nicht aus dem Schlafsack rauskam, bat er mich schnell "anzuschlagen", doch als ich draußen ankam (nachdem ich noch voll in einen Holzstock reinlief^^), war der Fisch oder was immer es auch war schon weg.
Als wir auf die Stelle mit der Lampe leuchteten, sahen wir dort überraschenderweise den örtlichen Bieber rumschwimmen.
Also keine Ahnung, ob das jetzt ein Fisch war oder ob vielleicht der Bieber auch gerne Boilies frisst
In der Früh legten wir dann die Ruten neu aus und um ca. 9 Uhr hatte dann mein Freund plötzlich einen Biss auf seiner Rute.Als er jedoch die Rute aufnahm, war plötzlich die Leine schlaff und wir mussten mit bedauern feststellen, dass der Fisch über die Steinpunen in der Nähe gefahren war und die Montage abgerissen war.
Mit sowas muss man dort leider in der Strömung rechnen.....
Dannach wurden abermals die Ruten neuausgelegt und es hieß wieder warten
Um etwa 11 Uhr, mein Freund war gerade weg, hatte ich plötzlich links einen "full-run", wie er nur von einem Karpfen sein kann.
Ich lief schnell zur Angel und nahm Kontakt auf, nebenbei rief ich noch schnell nach meinem Freund.
Der Fisch zog glücklicherweise geradeaus in die Strömung hinaus und so konnte der Kampf beginnen.
Nach 5 Minuten konnten wir dann einen schönen Schuppenkarpfen landen und der Schneider war ausgehängt
Ich habe normal kein Problem damit auch mal nichts zu fangen, aber wenn man eine Woche lang jeden Tag 4kg anfüttert, möchte man doch auch die Früchte seiner Arbeit ernten ^^
Der Fisch wurde kurz fotografiert und verwogen(9kg) und anschließend schonend wieder zurückgesetzt.
Am Nachmittag kamen mein Vater und meine Mutter um uns abzulösen....
Mein Freund musste leider am Abend schon wieder abbauen, da eine Familienfeifer anstand.
Mein Vater wollte unbedingt, die Nacht über dort fischen, um dann anschließend von dort zur Arbeit zu fahren.
Ich versprach ihm desshalb um 5 Uhr in der Früh wieder zu kommen und ihn abzulösen.
Leider hatte auch er die Nacht über kein Glück und so kam ich um 5 Uhr in der Früh wieder am Platz an (noch sehr verschlafen, da ich erst um 3 Uhr ins Bett ging...).
Ich beköderte schnell die 2 Ruten neu, legte sie aus,fütterte 3kg Partikel mit ein paar Boilies nach und legte mich danach schnell wieder ins Zelt um zu schlafen
Um 9 Uhr weckte mich plötzlich die Funkbox meines Delkims und ich hörte schon von weitem den Piepser im Dauerton summen.
Abermals sprintete ich zur Rute um den Anhieb zu setzen.
Auch dieser Fisch flüchtete gerade hinaus und so konnte ich nach 10 min. Kampf und einem langen Kescherversuch (allein gar nicht so einfach, bei einem größeren Karpfen) einen weiteren prachtvollen Schuppenkarpfen landen.
Auch dieser Fisch wurde sofort versorgt,gewogen(11kg) und anschließend wieder schonend zurückgesetzt.
Als mein Vater dann von der Arbeit zurückkam beendeten wir die Session und zogen zufrieden Resümee.
Auch wenn wir vielleicht nur 2 Fische fingen und ich vielleicht am Hafnersee oder an einem anderen Teich/See sicher mehr gefangen hätte, hat ein Karpfen für mich aus der Strömung in der Drau, doch gleich einen viel höheren Stellenwert
mfg







