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Auf die Doebel

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Auf die Doebel

Beitragvon meimei » 30.04.2011, 14:27

Hallo Ihr,

Ich hab in den letzten paar Wochen aus gegebenen Anlass einiges mit Doebel zu tun gehabt.

Dabei sind mir einige interessante Verhaltensweisen in Bezug auf Beissverhalten und auf die Groesse aufgefallen:

* Alleine und im Unterstand stehende Doebel beissen gierig und agressiv.
* Doebel die in Gruppen und im Freiwasser unterwegs sind beissen extrem spitz und teilweise gar nicht.
* Ab einer gewissen Groesse sind sie mit den ueblichen Kunstkoedern fast nicht mehr zu fangen.
* Die grossen sind interessanter Weise fast nur mit Streamern oder Insektenimitaten zu ueberreden.

Fuer die Montage es auf jeden Fall Sinn den Abstand vom Hacken zum Kunstkoeder so gross wie moeglich zu waehlen.
Ich mache das in dem ich meistens einen zusaetzlichen Karabiner oder teilweise auch ein Stueck Hardmono zwischen dem Koeder und Haken anbringe.
Damit lassen sich dann auch die Anstupser verwerten. Das ist uebrigens auch fuer Forellen, die ihre Unterstaende verteitigen
ein Bringer.

Die Koeder sind den kleineren und mittleren Doebel relativ egal. Desto auffaelliger, desto besser ... Spinner, Spinnerbaits
und kleine Wobbler aber auch Blinker gehen gleich gut. Ich denke, dass es fuer die groesseren Fische
kein wirkliches Erfolgsrezept gibt. Am ehesten gehen sie noch auf Insektenimitaten, jedoch auch
nur sehr sporadisch.

Eine bevorzugte Farbe konnte ich auch nicht wirklich entdecken. Grell ging genau so gut wie
unauffaellig in Gruen oder Braun. Ab und zu passieren auch teilweise unerwartete Beifaenge (siehe Bilder :-)



meimei

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Re: Auf die Doebel

Beitragvon WiM » 30.04.2011, 20:33

Sehr interessanter Beitrag! :applaus:
tight lines
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Re: Auf die Doebel

Beitragvon Rene_F » 01.05.2011, 06:56

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Re: Auf die Doebel

Beitragvon Brani » 01.05.2011, 11:19

Hallo Meimei,

sehr interessanter Beitrag.
Leider sind die Döbel im Mai auch geschont.
Es bleibt nur noch der Wels.

LG!
Brani
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John Connor? Es ist soweit.
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Re: Auf die Doebel

Beitragvon Rene_F » 01.05.2011, 11:30

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Re: Auf die Doebel

Beitragvon Lupus » 01.05.2011, 14:31

Ja, Aitel sind heikel.
Übrigens dadurch, dass der April so warm war, hatte ich das Gefühl, dass sie jetzt schon langsam in Laichtaumel kamen. Vorige Woche fing ich ein anständiges Bröckerl so mit ca. 1 Kilo und während ich es drillte, wurde es ständig von einem nicht weniger großem Exemplar verfolgt und regelrecht berührt. Das war ein ganz eigenartiges Schauspiel, weil die Aitel normalerweise gleich türmen, wenn man einen Biss hat. Geschweige denn, wenn sie einen sehen.
Mit der Spinnrute fing ich früher öfters Aitel im Toplitzsee und Grundlsee, als das noch gute Fischwasser waren (ich meine auf Forelle und Saibling).
Heute befische ich sie nur mehr mit der Fliege, oder im Winter mit fleischigen Ködern.
Aber wenn Du eher ein Aktiv-Fischer bist (ich meine eben nicht mit Ansitz oder so), dann wäre doch Fliegenfischen genau das richtige für Dich. Und für Aitel eine echte Herausforderung.
Und es gibt nichts spannenderes, als bei so richtige Gewitterschwüle aus der Deckung so hauchzart eine Trockenfliege aufzusetzen und dann macht sich so ganz vorsichtig ein dickes Exemplar auf, und die nehmen viel vorsichtiger als eine Forelle. Oft prüfen sie nur die Fliege und wenn es verdächtig ist, tauchen sie wieder ab. Aber wenn man durchprobiert und dann ein Muster hat, was ihnen genehm ist, packt oft das stärkste Exemplar des Trupps recht herzhaft zu.
Sie sind nur im Drill etwas phantasielos. Zwar kräftig, aber eine Forelle der gleichen Größe macht mehr und gibt weniger schnell auf.
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Re: Auf die Doebel

Beitragvon koppenkitzler » 01.05.2011, 14:56

Lieber Lupus!
Schön,daß Du den Terminus Aitel verwendest.Das ist der echt österreichisch-bayrische Ausdruck für Döbel.
Wir wollen ja sprachlich in diesem österreichischen Forum unsere urtümlichen Bezeichnungen fördern und wahren.....
Das gilt eigentlich auch für Plötzen und Brassen....
Wir sind halt oft zu wenig aitel! :)

L.G.Bernhard
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Re: Auf die Doebel

Beitragvon Lupus » 01.05.2011, 15:02

Hallo Bernhard!
Bei uns unter den Fischern sagt keiner Döbel. Das überlass ich den nördlichen Nachbarn. Kuck maa´n ´n Döbel, und oooch mann da is en Blei (Braxn).
Wir in Wien sagen es übrigens in Neutrum: D a s Aitel (Äutl, wienerisch ausgesprochen).
In der Ausseer Gegend sagen wir Oltn (also ein halb offenes A wie ein helles O). Altn oder Olten. Mein alter Lehrmeister war nicht sehr charmant zu den Viechern, wenn ein Aitl statt einer Forelle anbiss sagte er "fix sch.... no ami, scho wieda so a Oltn-Sau".
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Re: Auf die Doebel

Beitragvon Lupus » 01.05.2011, 15:03

Lupus hat geschrieben:Hallo Bernhard!
Bei uns unter den Fischern sagt keiner Döbel. Das überlass ich den nördlichen Nachbarn. Kuck maa´n ´n Döbel, und oooch mann da is en Blei (Braxn).
Wir in Wien sagen es übrigens in Neutrum: D a s Aitel (Äutl, wienerisch ausgesprochen).
In der Ausseer Gegend sagen wir Oltn (also ein halb offenes A wie ein helles O). Altn oder Olten. Mein alter Lehrmeister war nicht sehr charmant zu den Viechern, wenn ein Aitl statt einer Forelle anbiss sagte er "fix sch.... no amoi, scho wieda so a Oltn-Sau".
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Re: Auf die Doebel

Beitragvon koppenkitzler » 01.05.2011, 15:22

Wir Steirer sagen auch DAS Aitel,in der Südsteiermark wird auch oft der Ausdruck "Broter" gebraucht.

Ich bin aber bis heute nicht draufgekommen,ob es sich dabei um die Gesamtheit der Weißfische handelt("zum brotn")oder um den Aitel alleine.
Vielleicht liest das ja jetzt zufällig ein Steirer und kann mich korrigieren...

Liebe Grüße Bernhard
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Re: Auf die Doebel

Beitragvon Lupus » 01.05.2011, 17:37

Ja, in den Bücherln, wo auch Regionalnamen der Fische angeführt werden, steht ja beim Aitel auch "Bratfisch". Naja, zum brodn weiß ich mir was besseres....
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