Hallo!
Lange habe ich überlegt wie ich meine 7 Tage, welche ich für einen Angelurlaub eingeplant habe umsetzen sollte.
Ich wollte gerne etwas Neues versuchen bzw. eine Art des Angelns ausprobieren, welche ich das übrige Jahr nicht betreibe.
Angetrieben durch das Welsfieber welches sich hier ja richtig ausbreitet wurde meine Neugier den Süßwassergiganten nachzustellen immer größer.
Mangels know-how und Tackle hielt ich Ausschau nach einem Welscamp inkl. Guiding. Nach etlichen Recherchen entschied ich mich für das Camp "Der große Fluss" in Toricella am Po.
Die Anreise war die ersten 8 Stunden wirklich angenehm und problemlos doch 2 km vor unserer Ankunft in Toricella hatten wir eine Reifenpanne.
Mit dem Notreifen im Camp angekommen, wurden unsere schlimmsten Befürchtungen bzgl der Rückreise mit dem Ersatzreifen ziemlich zu nichte gemacht, als sich herausstellte, dass die Vermieterin des Campbesitzers auch eine Autowerkstatt hat.
Mit beruhigtem Gewissen lässt sich das Fischen schon angenehmer angehen...
Das Angebot vom "großen Fluss" hörte sich sehr vielversprechend an, auch der Grundgedanke jeden Tag am Wasser zu schlafen und immer draußen zu übernachten war genau das Richtige für uns!
Unsere Guides erklärten uns die Grundprinzipien und Montagen der Welsfischerei am Fluss und dann ging es schon los!
Die Leute die meinen, dass einem am Po die Welse ins Boot springen muss ich leider enttäuschen. Die Fischerei ist aufgrund der Fischdichte, bestimmt nicht Ansatzweise so schwierig wie an unseren heimischen Flüssen, doch 2 Fische innerhalb von 168 Stunden aktiver Fischerei lassen erahnen wieviel Energie in einem Fang steckt.
Das große fachliche Wissen unserer Guides war uns eine wahnsinns Hilfe. Vorallem die schnell schwankenden Wasserstände stellen einen Po-Anfänger vor eine ziemliche Herausforderung.
Mehrmals täglich die Stellen zu wechseln und immer flexibel zu bleiben brachte uns dann auch den ersten Fischkontakt
Ich kann mich nicht entscheiden ob der Drill mit einem Welsstecke und einem Giganten an dem anderen Ende oder mit der Fliegenrute und einem Salmoniden spannender ist.
Doch alleine der Anschlag welchen man mit voller Wucht setzt, oder die unglaublichen Fluchten, die man nur stehend überwinden kann, wenn man sich mit voller Kraft dagegen strebt, sind wirklich nervenzervetzend!
Die Woche verging viel zu schnell und die letzte Nacht schliefen wir am Boot um den Welsen ganz nahe zu sein und unsere letzte Chance auf einen Dicken zu nutzen!
Der Biss folgte um 6 in der früh und war so heftig, dass das Boot einen regelrechten Schlag bekam der uns aus unseren Träumen riss.
Nach einem anstrengenden Drill konnte ich meinen bis jetzt größten Fisch fangen.
Nochmals Danke an unsere 2 Guides namens Mario&Mario für die tolle Woche.




gefällt mir. Der Po hat schon einen ganz besonderen Charme!!
und 
