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Angeln zu Saisonende

Teich und See

Angeln zu Saisonende

Beitragvon KarierterUhu » 28.10.2010, 16:29

Hallo zusammen,

ich plane für dieses Wochenende einen letzten Angelausflug für dieses Jahr, und zwar an den Wiestalstausee.
(-> http://www.fischradar.com/fischen_am_wi ... eforellen/ )
Vor guten 6 Wochen wurde ich schon mit 4 schönen Forellen dort belohnt, jedoch bin ich mir nicht sicher wie hoch meine Erfolgsquote um diese (erheblich kältere) Jahreszeit ist.
Da mein Bruder mich begleitet haben wir 4 Ruten zur Verfügung, wovon voraussichtlich 2 mit einem simplen Schwimmersystem und Teig bestückt sind um meinem Wunsch nach Entspannung während dem Angeln zu entsprechen. :)
Die beiden weiteren Ruten werden voraussichtlich zum Blinker/Kunstköder-Fischen entlang des Ufers eingesetzt.

Die Fragen die ich mir (und damit Euch) stelle sind folgende: reichen Vorfächer von bis zu 2m Länge oder stehen die Fische bei der Kälte viel weiter unterhalb des "Seespiegels"?
Bewegen sich die Forellen/Saiblinge noch gerne um einem Blinker nachzujagen oder verlieren sie bei kalter Jahreszeit immer mehr das Interesse an der "Jagd"?
Tipps um einen Zander zu erwischen?
Allgemeine Tipps zur richtigen Angeltechnik sind natürlich auch erwünscht. :)

Falls diese Info wichtig ist: die Aussentemperatur wird sich zwischen 3° (am frühen Morgen) und 15° bewegen, jedoch ist das ein richtiges Wärmehoch da die letzten Wochen deutlich darunter lagen *frier*.

Beste Grüße und vielen Dank schonmal (zumindest fürs Lesen),
Karierter Uhu
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Re: Angeln zu Saisonende

Beitragvon Lupus » 28.10.2010, 17:01

KarierterUhu hat geschrieben:Da mein Bruder mich begleitet haben wir 4 Ruten zur Verfügung, wovon voraussichtlich 2 mit einem simplen Schwimmersystem und Teig bestückt sind um meinem Wunsch nach Entspannung während dem Angeln zu entsprechen. :)
Die beiden weiteren Ruten werden voraussichtlich zum Blinker/Kunstköder-Fischen entlang des Ufers eingesetzt.


Hallo!
Dann hoffe ich aber, dass das Schwimmer-Fischen und Spinnfischen nicht von Euch beiden gleichzeitig ausgeübt wird. Okay, Bestimmungen sind überall verschieden (in meiner Gegend heißt es in Mischgewässern pro Mann 2 Angelzeuge o d e r 1 Spinnrute), aber Hand auf´s Herz: Selbst wenn so etwas erlaubt ist, wage ich doch die Frage, ob es so waidgerecht oder ästhetisch oder was weiß ich wie man es nennt ist, ein Zeugel ausgelegt zu haben, und mit dem zweiten Spinnfischerei auszuüben. Was ist wenn man gerade mit dem Werfen beschäftigt ist und nicht bemerkt, dass ein Fisch am anderen Zeugl zu tief schluckt? Vielleicht besser abwechselnd beides probieren.
Was das Spinnfischen betrifft und ob die Forellen noch darauf abfahren: Mit der Wassertemperatur wird das nichts zu tun haben. Denn Forellen haben den Räuberinstinkt und werden sicher nicht träge bei kaltem Wasser, zumindest jetzt noch nicht. Es kann höchstens sein, wenn ein Wasser stark befischt ist, dass die Fische schon auf die meisten Kunstköder mißtrauisch reagieren. Ich setze das einmal von meinen Erfahrungen mit Hecht und Zander um. Bei Salmoniden fische ich nur mit der Fliege, aber auch da kann ich sagen, jetzt noch oder gerade einige schöne Erfolge mit dem Streamer auf Regenbogenforellen gehabt zu haben, und Streamerfischen ist ja von der Präsentation und der Imitation des Kunstköders eh schon fast so etwas wie "Spinnfischen". Ich fische aber bewußt auf Forellen jetzt nur noch dort, wo ich nicht überwiegend einen Bestand von Bachforellen habe (die ja schon lange geschont sind und ihre Ruhe verdienen). Aber die Regenbogenforellen gingen ganz schön aggressiv auf orangefarbenen Streamer. Also vielleicht auch bei den Spinnködern auf Farben wie Orange/Rot setzen? Ich fische aber in Fließgewässern, wo natürlich die Verhältnisse auch wieder ein bisschen anders sind als im stillen Wasser, wo der Fisch mehr Zeit hat, den Kunstköder zu "prüfen".
Auf die Frage der Teigfischerei kann ich leider keine Antwort geben, weil ich da Null Erfahrung habe.
Ich hoffe, es hat ein wenig gedient.
Gruss. Lupus
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Re: Angeln zu Saisonende

Beitragvon KarierterUhu » 28.10.2010, 17:09

Hallo Lupus,

vielen Dank für deine flotte Antwort!
Keine Sorge, ich weiss zwar auf die Schnelle nicht wie die exakte Regelung aussieht, jedoch besteht meine Rolle meist im "Zeugelmanagement" und mein Bruder geht mit einer Spinnrute auf Jagd (die zweite ist simpel und einfach anders "bestückt"), also sind im Normalfall 3 Ruten in tatsächlicher Benutzung. ;)

Dein Farbtipp ist jedenfalls schonmal hilfreich, habe letztens auch gute Erfahrung dort mit grellem Teig gemacht, könnte mir vorstellen dass das bei den Kunstködern auch klappt.

Da du dich offensichtlich intensiver mit Zandern auseinandersetzt: was für Köder und Plätze (Nur ufernah? Eher schattig? ...) könntest du empfehlen?

Man erkennt sicherlich meine breite Unwissenheit, die versuche ich jedoch gerade einwenig einzudämmen. :)

Beste Grüße,
Uhu
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Re: Angeln zu Saisonende

Beitragvon Lupus » 28.10.2010, 17:17

KarierterUhu hat geschrieben:Da du dich offensichtlich intensiver mit Zandern auseinandersetzt: was für Köder und Plätze (Nur ufernah? Eher schattig? ...) könntest du empfehlen?

Hallo!
Also rein instinktiv würde ich jetzt sagen, dass der Zander sicher mehr in der Tiefe anzutreffen ist, weil sicher die Beutefische auch nicht mehr in den ufernahen Regionen anzutreffen sind. Dort wird es , wenn das Wasser nicht glasklar ist (was der Zander sowieso nicht mag) sowieso eher schummrig sein und dem Zander behagen. Denn grelles Licht meidet er meistens wie der Teufel das Weihwasser.
Bei den Köderfarben muss man ausprobieren. Manchmal ist das "klassische" giftgrüne Gummifischgelb doch schon zu ausgeleiert oder passt nicht in´s Farbschema. Wobei das Zanderauge völlig anders ist als das Hechtauge. Ich meine damit, in das visuelle Blickfeld eines Hechtes können wir uns als Mensch eher "hineinversetzen", als in jenes des Zanders, welches doch recht geheimnisvoll ist für die meisten.
Ufernah ist wohl dann gut, wenn es gleich tiefer runtergeht und markante Kanten sind. Aber sicher ist es in den meisten Fällen Klassen schwerer, einen Zander zu überlisten als eine Regenbogenforelle.
Was ich aber noch beobachten konnte, ist dass man in der warmen Jahreszeit logischerweise die meisten Zander bei Dunkelheit fängt, und ich dagegen im November/Dezember oft Fänge mitten am Tag hatte, und das auch noch bei strahlender Sonne.
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Re: Angeln zu Saisonende

Beitragvon KarierterUhu » 28.10.2010, 17:57

Interessante Infos, vielen Dank!
Wenn der Zander tiefer "steht" bzw. schwimmt erschwert das doch sicher die Annäherung mit dem Gummifisch, oder?
Wie lang sollte ich denn den Köder sinken lasse bevor ich anfange ihn wieder einzuholen?

Beste Grüße,
Uhu
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Re: Angeln zu Saisonende

Beitragvon Lupus » 28.10.2010, 18:33

Hallo Uhu!
Es wird wohl meistens so sein, dass man mit dem Gummifisch Zander befischt, die am Grund sind. Also ist die logische Schlussfolgerung, dass der Köder am Grund angelangen muss, was sehr leicht am Erschlaffen der Schnur erkennbar ist. 'Dann beginn man mit dem Einholen, wobei es Ansichtssache (des Anglers, aber auch des Zanders) sein kann, ob man eher aktiver führt mit ruckartigem Einholen des Köders (am besten mit der "faulenzermethode" also ohne an der Rute zu zupfen sondern die Hüpfer und Stopps nur mit der Kurbel erzielen, oder aber, was gar nicht selten erfolgreicher ist, einfach nur mit gaaaaanz langsamen Einkurbeln ohne jede action, sodass das Gummifischl am Grund "rutscht". Natürlich kann man da auch kurze stopps einlegen, aber der clou ist, dass das Gummifischl nicht vom Grund hochhüpft. Für diese Methode sind allerdings am besten nicht die üblichen Jigköpfe mit runder Bleikugel, sondern die abgeflachten Eerie-Heads (oder schreibt man Earie.....wurscht), wo der Haken dann in die Höhe steht. Sonst hat man nämlich nur Hänger aber keine Fischkontakte.
Gruss. Lupus
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Re: Angeln zu Saisonende

Beitragvon KarierterUhu » 28.10.2010, 18:48

Hallo schonwieder! :)

Besteht dadurch nicht eine hohe Gefahr dass sich der Gummifisch am Boden irgendwo verhakt?

Du hast zwar schon erwähnt dass du dich mehr auf Zander/Hecht fokussierst, aber ich wette du bist trotzdem beschlagener als ich welche "Technik" im selben Falle auf Saibling/Forelle anzuwenden ist?!
Ich könnte mir vorstellen dass mein bisjetztiger Mißerfolg, was vorallem Spinntechnik anbelangt, mit meiner praktischen Anwendung zusammenhängt.

Danke für deine vielen und sehr informativen Antworten!

Mit der neuerlichen Erkenntnis ein wahrlicher Anfänger zu sein,
Uhu :D
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Re: Angeln zu Saisonende

Beitragvon Lupus » 28.10.2010, 19:10

Hallo!
Zanderfischen ohne Hängerrisiko......gibts nicht, zumindest nicht an natürlichen Gewässern, die nicht wie ein Schwimmbecken sind und ich befische nur natürliche Gewässer. Wobei mit "natürlich" aber auch ein reguliertes Hafenbecken oder ein Schifffahrtskanal gemeint sein kann, wo allerhand Gerümpel oder versunkene Äste und andere Hindernisse sind.
Aber mit den flachen Jigheads verminderst Du die Hängergefahr, weil der Haken dann nach oben zeigt.
Bei Forellen würde ich aber nicht diese Methode verwenden, ich glaube nicht, dass es bei der Regenbogenforelle (und von einer anderen darf um diese Jahreszeit wohl nicht die Rede sein) typisch ist, dass sie so grundorientiert ist.
Versuche schön aktiv arbeitende Spinnerbaits oder ähnliches, auch vielleicht kleine Wobbler, und konzentriere Dich auf verschiedene Tiefen, einfach absuchen. Wie gesagt, ich gebe da den Tipp eher aus dem Gefühl heraus.....
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Re: Angeln zu Saisonende

Beitragvon KarierterUhu » 28.10.2010, 19:43

Das mit den flachen Jigheads werde ich ausprobieren, bisjetzt hab ich nur die Torpedoförmigen benutzt.

Danke nochmal für deine Hilfe, hat mir wirklich sehr geholfen - bin schon gespannt wies am Samstag läuft!

Beste Grüße,
Uhu
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