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Angeln in extrem verkrautetem Gewässer

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Angeln in extrem verkrautetem Gewässer

Beitragvon Martinz » 14.07.2006, 13:43

guten tag allerseits. ich angle in wien (dokII), wie schon bereits erwähnt, in einem sehr verkrauteten gewässer. die wasserpflanzen reichen an den meisten stellen bis an die oberfläche. nautürlich gibt es auch (wenige) pflanzenfreie stellen, die ich auch anwerfe. Es gibt hier einige schöne Karpfen die auch den Köder annehmen. Mein problem ist, wenn ich einen run habe (ob mit freilauf oder ohne und mit fast geschlossenerbremse), dass die karpfen jedes mal in die nächste krautinsel flüchten, sich darin festsetzen oder gleich durchschwimmen und in die nächste hinein. die mesiten Karpfen steigen dann im kraut aus. wenn ich die bremse dicht mache, schlitzen die karpfen entweder sofort aus oder sie reißen mir inner halb von kürzester zeit die ruten aus den clips. ich habe schon oft gelesen, dass man, wenn sich der fisch festsetzt, die rute wieder ablegen und den bügel aufmachen soll. das hilft aber auch nicht.
habt ihr vielleicht tips, wie man hier am besten angelt? danke, martin
ps.: Anbei ein Foto von meinem gewässer. im Hintergrund kann man die pflanzen erkennen
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Beitragvon Ebes » 14.07.2006, 17:16

ich hab schon öfters gehört,dass man die schnur auf spannung bringt und darauf herumzupfen wie gitarrespielen............

wie gesagt habe es nur erzählt bekommen...


noch besser ist es , ein stärkeres zeug mit schlagschnur welches das kraut durchschneidet.....

ich hoffe ich konnte dir helfen
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Beitragvon Lupus » 14.07.2006, 19:21

Ich habe schon viele Karpfen, die sich im Kraut festgesetzt haben, dadurch freibekommen, dass ich die Rute gespannt hielt und mit der Handkante kräftig ein paarmal auf die Rute gleich oberhalb vom Korkgriff klopfte. Das ist effektiver als an der Schnur herumzupfen wie auf einer Gitarre.
Diesen Trick mit der Handkante hatte mir Anfang der 70er Jahre ein alter Aalangler aus Hamburg empfohlen. Ich habe zuerst nicht daran geglaubt, und als mir dann einmal ein Karpfen "in den Pelz ging", wie wir alten Wiener Fischer so schön sagten :lol: , entsann ich mich dieser List und siehe da, der Fisch war frei. Seitdem ist das schon fast instinktiv, dass ich so etwas mache. Wichtig halte ich dabei nur noch eines: Nicht erst lange warten, sondern gleich wenn man erstmals fühlt, dass der Karpf festsitzt, sofort klopfen.
Auch bei der Schleie, einer wahren Meisterin des Festsetzens, wo erschwerend oft noch recht feines Angelzeug dazukommt, wirkte bei mir dieser Trick wahre Wunder.
Ganz begeistert davon war einmal ein viel älterer Kollege, als ich noch als ziemlicher Jungangler bemerkte, dass ein Karpfen von ihm festsaß und er nur mit der Rute herumruckte und dann gar die Rute parallel zum Wasser halten wollte und nach hinten marschieren wollte. Ich sagte "Gestatten Sie mein Herr, darf ich Ihnen etwas zeigen"? Genervt gab er mir die Rute und ich "klopfte", gab ihm die Rute zurück zum weiterdrillen und er war total froh und bedankte sich vielmals.
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Beitragvon Köfi » 14.07.2006, 20:57

@Lupus !!! Danke !!! Das hört sich gut an :D
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Beitragvon Captain » 14.07.2006, 21:11

Servus Martinz ,

ich befische ein ähnlich verkrautetes Gewässer und kann dein Problem nur zu gut verstehen .

1. Schweres Gerät , sprich Ruten die etwas aushalten , " Sägeschlagschnur " , starkes Vorfach und Haken die sich nicht aufbiegen .

2. Füttere in einiger Entfernung von den Krautfeldern, so hast du etwas mehr Handlungsspielraum bei einem Anbiss , Rollenbremse annähernd auf Maximum geschlossen , Druck ausüben auf biegen und brechen . Ist der Fisch erstmal mitten im Kraut , hat man schlechte Karten :cry: vor allem bei grösseren Carps .

3 . Darfst du ein Boot verwenden ? Das wäre die beste Lösung ! Ein kleines Schlauchboot reicht , einfach mit dem Kescher rausrudern und den Fisch aus dem Dschungel befreien .

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Beitragvon Köfi » 15.07.2006, 10:16

Captain´s professionelle Tipps sind sicher top.

Möchte aber berichten, dass mir heute zwei von drei Karpfen voll ins Kraut abgehauen sind. Habe aber gleich beim ersten Schnur/Kraut Kontakt die Lupus - Klopferei angewendet und es hat bei beiden gefunzt. Natürlich hätte es auch theoretisch ohne Klopferei gut ausgehen können. Habe aber genau dort leider schon einige verloren.

... ab jetzt klopfe ich auf jeden Fall ... schaden kann es ja auf keinen Fall. Danke Lupus !
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Beitragvon Martinz » 15.07.2006, 11:25

danke für die tips. werde es beim nächsten mal versuchen. ich darf leider kein boot verwenden. mfg, martin
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Beitragvon Captain » 15.07.2006, 11:29

Servus Köfi ,

freut mich wenn die Klopferei funktioniert , bei einem + 10 Carp wird das wenig Sinn machen , der ist stur wie ein Ochse ( und ebenso kräftig ) :shock: , aber einen Versuch ist es natürlich wert , keine Frage , besser als hilflos abzureissen :cry:

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Beitragvon Lupus » 15.07.2006, 18:44

Boot darf er am DOKII natürlich nicht verwenden...
Und wegen meiner "Klopftipps": Bei einem 10kg Karpfen habe ich so etwas noch nicht ausprobiert, was in meinem Falle auch nicht so leicht wäre, weil ich nicht gezielt auf Großkarpfen fische.
Aber bei meinen Normalokarpfen hat es fast immer geklappt.
Einmal hatte ich Schwierigkeiten mit einem unerwarteterweise an der Matchrute mit 20er Peryl gefangenem 9 Kilo Karpfen, der ging nämlich parallel zum Schilf los und "stellte" sich einfach in eine winzige Einbuchtung im Schilf hinein und blieb dort stur wie ein Panzer stehen, wie ein eingeparktes Fahrzeug :lol: .
Was habe ich gemacht? Wasser war kalt. Zähne z´sammgebissen, Stiefel, Socken , Hose runter, in der Unterhosn dem Fisch entgegengegangen, gleich ist er wieder rausgeschwommen, ich zurück zum Angelplatz und in der "Schlitzdress" weitergedrillt bis ich ihn hatte :lol: :lol:
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