HerbertHecht hat geschrieben:@ Seppi
Lass die Semmel weg - die interessiert den Graser nicht

Kommt aber darauf an wo. Im Laxenburger Schloßteich habe ich beobachtet, wie der Kellner vom Schloßcafé alte Semmeln reinwarf und sich ein ganzer Trupp von sehr beachtlichen Amurs daran zu schaffen machten (dort darf man allerdings nicht angeln).
Scheint also eine Gewöhnungssache zu sein.
Ansonsten würde ich auch unbedingt sagen, Pflanzliche Köder, ein Büschel aus Löwenzahlblättern, ganz flach angeboten...vielleicht mit Wasserkugel oder so müsste Wunder wirken. Einfach gute Deckung bewahren, die Stelle überwerfen, um die Amurs nicht zu vergrämen und langsam in die richtige Stelle hineinziehen.
Aufpassen beim Drill: Der Amur ist ein eigenartiger Kämpfer, erst mal lässt er sich widerstandslos wie ein Brassen zum Ufer ziehen und dann explodiert er förmlich und der Drill kann sehr lange dauern.
Ähnlich wie der Rapfen kämpft meiner Erfahrung nach der Amur hauptsächlich im Freiwasser, sodass man nicht so um das Gerät fürchten muss wie beim Karpfen.
Als Veranschaulichung des Experimentes mit Gras/Löwenzahnblättern empfehle ich das Füttern von Rotfedern im Uferbereich mit Grashalmen. Die Rotfeder liebt nämlich auch im Gegensatz zu anderen Cypriniden Gras sehr und ich habe an Stellen, wo Weißfischschwärme sind oft experimentiert: Gras vom Ufer ausgerissen, etwas zerkleinert und ins Wasser gestreut. Die Güstern, Rotaugen scherten sich nicht darum, dagegen fegten die Rotfedern alles weg.