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Acht Schiffe in einer Stunde - da wirst ja deppat

Fluss und Bach

Beitragvon Carpusdelikti » 27.04.2007, 09:42

Pedro hat geschrieben:Aber sie deswegen als umweltfreundlich zu bezeichnen, ist ein wenig eindimensional gedacht.....
.

Zunächst die Frage: Wer hat das so "bezeichnet" :?:
Weiters möchte ich belgische Kanäle als Beispiel hernehmen. Die sind seichter, schmäler, die Kähne haben zumeist die gleichen Dimensionen und im Schnitt fahren sie auch nicht langsamer als auf der Donau. Trotzdem existieren dort Rekordfische und auch die Vermehrung erfolgt wenigstens in vielen Bereichen von alleine. Viel gefährlicher als der Schiffverkehr für die Fische sind extreme Niedrigwasserphasen bedingt durch längere und gehäute Trockenheiten.
Mit ein wenig guten Willen lassen sich Buchten als Rückzugs und Laichgebiet schaffen, die Folgen des Treibhauseffektes zu mildern und ihm entgegenzuwirken sind dagegen unendlich Mal teuerer und schwieriger.
P.S. Die A'Rosa Schiffe talwärts fahrend, machen nicht die größten Wellen. Die Schweizer mit u.a. Swiss Crown machen hier den größten Wirbel
Gruß an alle
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Beitragvon Kaindlau » 27.04.2007, 11:34

Carpusdelikti hat geschrieben:
Bevor du so grenzenlos uninformierte Gerüchte in die Welt setzt, mach dich vorher schlau. Mir fehlen die Worte. Der Gütertransport auf Binnengewässern hat die beste CO2 Bilanz (sicher nicht in jeder Situation, aber im Schnitt). In Frankreich beginnt man im Angesicht des Klimawandels einen 105km langen Kanal zu planen, der die Seine mit dem Rhein bei Rotterdam verbinden soll.
Die Dieselabgase sind unbestritten da, nur wieviele hunderte Tonnen werden damit transportiert? Und bitte keine unqualifizierten Äußerungen zum Thema Eisenbahn. Auch Strom muss irgendwo produziert werden und selbst im noch wasserreichen Österreich wird dafür mehrheitlich Öl, Gas und Kohle verwendet und letztendlich kommt nur ein kleiner Teil bei der Lokomotive an, den im Stau stehenden LKW erwähne ich nur der Form halber. :twisted: :twisted: :twisted:


Servus

@Carpusdelikti - die beste CO2 Bilanz :shock: ja vielleicht weil alle
und im besonderen die Frachtschiffe aus den ehemaligen Ostblockländern
Russpartikelfilter verwenden :P
habe leider mom. keine Zeit um auf alle deine Argumente einzugehen, das hole ich aber bestimmt nach :wink:

Petri aus Enns
bin übrigens kein Eisenbahner :D
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Beitragvon Donaufischer » 27.04.2007, 11:55

Pedro ich gebe dir völlig Recht, die durch die Binnenschifferei eingesparten Abgase machen global gesehen nur einen verschwindend kleinen Anteil aus.

Die Donau, die ursprünglich ein weitverzweigtes Flusssysthem war, haben die Betreiber der Schiffahrt gemeinsam mit den Betreibern der Kraftwerke in einen geraden Kanal gezwängt.
Schiffahrt in der heutigen Form wäre im ursprünglichen Flußbett gar nicht möglich gewesen.

Ob nun die Kraftwerke oder die Schiffe mehr zur Naturzerstörung beitragen wäre ein eigenes Thema wert.

Ja Buchten und Rückzugsgebiete könnte man schaffen aber wer macht sie ???

Die Schiffahrtsbetreiber nicht. Denen geht es nur um den Profit auf Kosten der Natur.

Niedrigwasser stellt meiner Meinung nach kein Problem für die Fische dar. Die Kraftwerksbetreiber sorgen schon dafür, dass der Wasserstand annähernd gleich bleibt.
Eher noch die Hochwasser, wenn die Fluten ungebremst durch den Kanal strömen.

Wenn in Belgien die Schiffe zu Rekordgrößen heranwachsen, so glaube ich schon, dass die eine odere andere Fischart auch mit diesen Bedingungen zurechtkommt, aber alle Donaufische in der ursprünglich großen Artenvielfalt schaffen dass offenbar nicht.

PS an Kaindlau:

In den nächsten Tagen müßte ich die Jahreslizenz für das Revier Wallsee-Kaindlau zugeschickt bekommen. Vielleicht treffen wir uns mal in diesem teilweise noch gut erhaltenem Donauabschnitt.
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Beitragvon Pedro » 27.04.2007, 12:20

Carpusdelikti hat geschrieben:
Pedro hat geschrieben:Aber sie deswegen als umweltfreundlich zu bezeichnen, ist ein wenig eindimensional gedacht.....
.Zunächst die Frage: Wer hat das so "bezeichnet"?



Zunächst die Antwort: Die ViaDonau zum Beispiel. Bzw. all jene, die ein Interesse daran haben, die Schifffahrt zu intensivieren.

Was die Belgischen Kanäle betrifft kann ich leider nichts sagen, weil ich weder weiß, wie die beschaffen sind, noch welche Fischarten dort vorkommen. Aber ich geh davon aus, dass auch die kräftig besetzen. Faktum ist (und das sage nicht ich, sondern Leute die eine Ahnung haben), dass die Schiffahrt einen negativen Effekt auf die Fischbestände hat. Schon klar, die Schifffahrt alleine wird nicht Schuld an allem sein, es ist die Summe menschlicher Eingriffe.
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Beitragvon Naturfischer » 30.04.2007, 20:07

:twisted: Unglaublich heute hat mir eine extrem schnell abwärts fahrende Mozart fast meine Ausrüstung davongeschwappt, die Box mit den Tauwürmern war leider nicht mehr zu retten (wer sie findet kann sie gerne verwenden) und der Kescher mit einem 1,5 kg Karpfen hat sich verabschiedet :shock: :twisted: :oops: . Na ist auch ein bisserl mein Fehler hätte den Kescher besser festmachen sollen, aber eine solche Welle, unfassbar, zuerst hats harmlos ausgesehen, normal ist man am Buhnekopf sicher, aber dann sah ich SIE kommen, hat sich alles im Zeitraffer abgespielt, blitzschnell konnte ich gerade noch den Rucksack und Maden retten, na man lernt nach 4 Jahren Donau immer noch dazu. Lg Naturfischer
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Beitragvon Donaufischer » 16.05.2007, 09:34

Am Sonntag den 13.05.2007 hatte ich mein nächstets negativ Erlebnis.
Nach Erledigung der Muttertagspflichten suchte ich gegen 17.00 Uhr mein Fischwasser bei einer herrlichen Buhnenlandschaft unterhalb des KW Wallsee-Mitterkirchen auf.
Von 5 bis 06 war das Angeln auch o.k. Dann kamen 2 kleinere Transportschiffe. Wellen waren gleich wieder weg-machte mir nichts aus.
Doch was dann von 18.00-20.30 Uhr folgte, das war der Horror. Sagenhafte 12 Mega-Passagierschiffe kreuzten meine Angelstelle. Alle fuhren stromaufwärts, alle Nationen waren vertreten(Deutschland Ungarn, Rumänien, Holland...)
An Ruhe war da nicht zu denken. Das Dröhnen der Motoren war kilometerweit zu hören, schon weit, bevor ich die Schiffe sah.
2 Stunden Wellengepeitsche pur.

P.S Nach jedem Schiff ging ich die Schotterbank ab und konnte dabei ein paar gestrandete Brutfische retten.

Diese Fische wären, wenn ich nicht zufällig dort gewesen wäre den Schiffen zum Opfer gefallen.

Was hab ich gehört, der Twin City Liner hat einen Unfall gehabt.
1:0 für die Natur, die Fische und die Angler.
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Beitragvon Franz » 16.05.2007, 09:46

@Donaufischer

Ähnliches kann ich aus der Wachau (bei Dürnstein) berichten. War dort am Muttertag, nicht fischend, unterwegs. Neben zahlreichen Sportbooten, die Wellenschlagmäßig auch ganz schön was können :roll: konnte ich in der relativ kurzen Zeit 6 Passagierdampfer und 2 Schleppkähne beobachten.........sogar mein kleiner Sohn 2 1/2 Jahre alt der "Steineschmeissend" mit uns am Ufer unterwegs war, bekam jedesmal Angst vor den Wellen, wenn ein Schiff vorbeifuhr.......

Ich bilde mir auch ein, das in der Wachau, der Wellenschlag noch stärker ist als z.B. unter dem KW Altenwörth :shock:
Gruß
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Beitragvon Naturfischer » 18.05.2007, 20:57

Donaufischer hat geschrieben:P.S Nach jedem Schiff ging ich die Schotterbank ab und konnte dabei ein paar gestrandete Brutfische retten.

Diese Fische wären, wenn ich nicht zufällig dort gewesen wäre den Schiffen zum Opfer gefallen.



Vielleicht sollte man diese Brutvernichtung mal filmen oder fotografieren und der Kronen-Zeitung oder was weiß ich wem zukommen lassen, klingt etwas naiv ja, aber wer weiß vielleicht bringts auch was. Außerdem im kommenden Sommerloch brauchen die Gazetten eh was zum füllen. In meinem Revier hab ich das mit der Brut allerdings/gottseidank noch nicht beobachten können. Lg Naturfischer
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Beitragvon Aeroplan » 19.05.2007, 00:52

Nicht Böse sein Burschen, aber ihr werdet doch nicht ernsthaft daran

glauben, das wegen einiger "Würmerbader , die Binnenschifffahrt

eingeschränkt wird? :roll: Trotz Schifffahrt , Hochwässern, Regulierung , etc,

gibt es immer noch genug Fische im Strom, nur finden muß man sie halt!!

Wer´s nicht glaubt sollte mal den "Captain" fragen, der weis wies geht!
:wink:

gruss aeoplan 8)
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Beitragvon Naturfischer » 19.05.2007, 07:49

Ja Aeroplan hast ja recht ist ein Kampf kleinster David gegen größten Goliath, aber ein paar Nadelstiche wird er wohl anbringen können. Na jetzt mal ernsthaft, wenn man diese Brutvernichtung etwas dokumentiert und dem Umweltministerium, Institut für Gewässerökologie oder der Universität für Bodenkultur, WWF Greenpeace oder einer Zeitung zukommen läßt, kann man vielleicht die Via Donau oder die Schiffsbetreiber zu einer Abgabe für den Besatz drängen. Schau dir mal sonst an was heute alles an die große Glocke gehängt wird, jedes Bemühen zählt. Lg Naturfischer
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Beitragvon Aeroplan » 20.05.2007, 03:18

Naturfischer hat geschrieben:Ja Aeroplan hast ja recht ist ein Kampf kleinster David gegen größten Goliath, aber ein paar Nadelstiche wird er wohl anbringen können. Na jetzt mal ernsthaft, wenn man diese Brutvernichtung etwas dokumentiert und dem Umweltministerium, Institut für Gewässerökologie oder der Universität für Bodenkultur, WWF Greenpeace oder einer Zeitung zukommen läßt, kann man vielleicht die Via Donau oder die Schiffsbetreiber zu einer Abgabe für den Besatz drängen. Schau dir mal sonst an was heute alles an die große Glocke gehängt wird, jedes Bemühen zählt. Lg Naturfischer



Das natürlich lässt sich leichter bewerkstelligen , als ein Protestmarsch vor dem Parlament!! :lol: Ob die jetzt pro Jahr 20oder 25 Tausend € für einen
Besatz "spenden" fällt unter die Kategorie "Portokasse". Man muß nur den "Richtigen " Protest durchsetzten :lol:
gruss aeroplan 8)
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