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30m?

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30m?

Beitragvon zwi » 17.08.2011, 10:28

Hallo Freunde!

Bin wieder zurück von meinem Schweden-Trip (ich werde bald einen kleinen Bericht verfassen)!

Nun zum Thema!
Nach der x-ten gelandeten Äsche an einem Pool wurde wiedermal mein Weitwurfinstinkt geweckt. Das andere Ufer schien unerreichbar und auch die oben liegende Stromschnelle schien ausser Reichweite und so begann ich an meiner Wurfweite zu feilen. Die Fischerei wurde dabei zur Nebensache und es ging nur mehr um die zu erreichende Weite! Zuerstmal verinnerlichte ich nochmal den Doppelzug und versuchte so viel Schnur wie möglich in der Luft zu halten, dabei wendete ich eine neue Technik an: Beim Rückwurf kam wie üblich der Stopp auf 1 Uhr und mit dem Strecken der Schnur öffnete ich den Winkel auf ca. 2 bis 1/2 3 um einen grösseren Arbeitsweg zur Erhöhung der Schnurgeschwindigkeit für den Vorwurf zu bekommen und mit ein wenig Übung konnte ich diese Technik verinnerlichen. Somit konnte ich die 10m Keule + ca. 7m Runningline in der Luft halten. Die Runningline versuchte ich in recht grossen schlaufen auf einen Stein neben mir zu legen um möglichst wenig Wiederstand beim "schiessen" zu haben. Beim Schiessen der Runnigline erreichte ich maximal 9m. Am Abend gings noch zu ein paar Versuchen auf die Wiese, jedoch auch hier musste ich feststellen, dass ich mit dieser Distanz an mein Limit gestossen bin, also blieb meine maximale Wurfweite vom Abwurfpunkt bis ans Ende des Vorfachs bei (2m Vorfach + 27m Gesamtschnurlänge -1m Runnigline) 28m.

Nun bin auf Tipps von Profis gespannt wie ihr an solche Weitwürfe oder besser gesagt Castingwürfe herangeht.
Hier noch ein paar Grundlegende Details zu meinen Würfen:
Rute: Helios 5# 8,5 Fuss Tip-Flex
Schnur: Signature 5#
Wurfstil - grundsätzlich nach Gebetsroither, Handgelenk aber kein steifes Handgelenk
Griffhaltung - nach einigen Versuchen mit der Daumenhaltung ging ich wieder zurück zur Zeigefingerhaltung

in diesem Sinne
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Re: 30m?

Beitragvon doublefish » 17.08.2011, 11:01

Hallo!

Ich hoffe dass dies nicht zu einer endlos "wissenschaftlichen" diskussion wird wie in manchen D-fliefi foren, wo man den eindruck bekommt den postern geht einer ab wenn sie sich in fachausdrücken und möglichst komplizierten beschreibungen verlieren...... :cry:

Sorry, das musste ich einfach loswerden auch wenn ich hiermit fachlich (noch) nichts zum eigentlichen thema beigetragen habe.....


LG,
Matt
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Re: 30m?

Beitragvon zwi » 17.08.2011, 11:11

Hallo Matt!

Also ich muss zugeben, dass ich mir da sehrwohl Gedanken darüber gemacht habe und mich trotz allem dazu entschlossen habe dieses post zu eröffnen da :

a) da es hier noch nie ein Weitwurf - thread gegeben hat
b) ich viele user in diesem Forum persönlich kenne und schätze
c) in dem angesprochen D-Forum recht viel "Klugscheisser" herumposten und ich deren Aussagen tlw. nicht nachvollziehen bzw. einschätzen kann

fg
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Re: 30m?

Beitragvon doublefish » 17.08.2011, 12:01

Hallo Zwi!

in dem angesprochen D-Forum recht viel "Klugscheisser" herumposten


Ganz offensichtlich weisst du wovon ich geschrieben habe!! :danke:

Bekommt man bei diesen extremen weiten mit der EH rute nicht das problem dass beim back cast unweigerlich die schnur respektive der schnurbogen immer weiter gen boden strebt bzw. sogar schon bodenkontakt hat?

LG,
Matt
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Re: 30m?

Beitragvon Gschitz » 17.08.2011, 12:21

zwi hat geschrieben:Bin wieder zurück von meinem Schweden-Trip


Willkommen zurück

zwi hat geschrieben:(ich werde bald einen kleinen Bericht verfassen)!

ich bitte darum ! Aber lass uns nicht zu lange warten.

Bezüglich der Fachausdrücke: als aufgeschlossener nicht Flifi konnte ich dem thread sehr ut folgen, also kein Problem in meinen Augen.....



stramme Leinen (gefällt mir .............und sicher auch den Lupus)
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Re: 30m?

Beitragvon zwi » 17.08.2011, 13:51

@Matt

Ich bin ja bestrebt bei Weitwürfen auch auf eine gewisse Ästethik zu achten und werfe nach wie vor beim Rückwurf "unten durch" also die Leine fliegt unter der Rutenspitze durch und hat dadurch beim Strecken eine Aufwärtsbewegung und verschafft mir dadurch etwas mehr Zeit für den Vorwurf. Dass ich dabei niemals den Boden berühren würde ist sicher gelogen, aber zum Grossteil kann ich die erwähnten 10m Keule +7m Runningline noch sehr gut in der Luft halten, darüber hinaus habe ich dass Gefühl den Kontakt zur Keule zu verlieren und damit schaffe ich keine kontrollierten Würfe mehr.

@Gschitz
Werde mich beeilen, aber er kommt bestimmt - wenn auch nicht so spektakulär wie so manch ein früherer Bericht

und :danke:

für die Beurteilung eines nicht FliFI, dass meine Ausführungen anscheinend verständlich ausgeführt sind :)

fg
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Re: 30m?

Beitragvon zanderl » 17.08.2011, 15:34

serwas zwi!

Warst alleine unten?

Zu deiner Wurffrage:
Man nehme ein 10g Blei und eine leichte Spinnrute. Da wirfst sicher 50m obwohl der Gebetsroitherstil etwas dadurch leiden wird. :mrgreen:

mfg Beda
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Re: 30m?

Beitragvon doublefish » 17.08.2011, 15:47

werfe nach wie vor beim Rückwurf "unten durch" also die Leine fliegt unter der Rutenspitze durch
:shock:

wie funktioniert das denn? Bewegst du da die rutenspitze überhaupt noch in einer horizontalen wurfebene?

LG,
Matt

P.S. Bei gewässern, die eine derartige wurfweite verlangen/erlauben denke ich ist man mit einer switch rute besser ebdient..... :roll:
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Re: 30m?

Beitragvon kunifax » 17.08.2011, 17:42

Hallo ZWI!

Wenn Du weit werfen willst, darfst Du keine Keulenschnur verwenden, das Führen der Keule bei so langen Leinen ist äußerst schwierig.

Eine DT ist da schon etwas besser. Weiters ist zu sagen, daß die heutigen Geräte alle auf "sofort Werfen ohne Können" ausgelegt sind, also ein Schnurklasse höher als notwendig, für die Weite ganz schlecht.

Die ganzen Werfer im dt. Forum werfen allesamt keine 30 m, schon gar nicht mit einem normalen 5er Gerät, das ist reine Angabe :mrgreen: bzw Wunschdenken ( siehe Youtube!)

Du wirfst also ausgezeichnet und bist mit einer 5er Schnur mit 10m Keule und erreichten 30 m sehr gut aufgestellt :applaus:

Nur zur Erinnerung: der normale Instuktor muß bei der Prüfung durch die EFFA mit einem 6er Gerät 28 m werfen, der Master-Instuktor 32 m, ohne Zug-Unterstützung 23 m bzw 28 m.

Größere Weiten im Castingsport werden nur durch massiven körperlchen Einsatz erzielt, der Vergleich mit dem Tennisaufschlag von Boris Becker drängt sich dabei auf, denn der gesamte Köper wird wie eine Feder gespannt um einen möglichst langen Beschleunigungsweg und damit eine extrem hohe "Abschussgeschwindigkeit" zu erzielen. Weiters sind die Ruten Besenstiele und zum Fischen höchst ungeeignet.


Über 30m gehts das nur mit roher Gewalt, wie auf der EWF gesehen, auch Steve Rajeff seines Zeichens Weitwurfweltmeister mit 75 m schleifte übrigens im finalen Vorschwung die Leinen immer durchs Gras.

Eine Möglichkeit die Wurfweite ohne große Verrenkungen zu vergrößern ist der Power Snap nach Joan Wulff.
Es handelt sich um eine starken Druck (Snap) am Ende des Wurfes in Verbinung mit einem kurzen energischen Zug.
Interessant ist, daß Joan Wulff, die schon im Jahre 1959 mit einer 8 er Gespließten bei den internationalen amerikanischen Meisterschaften alle Männer mit einem Wurf über 49 m besiegt hat, schreibt, daß sie nur einen Rückschwung bevorzugt, also keine Leerwürfe macht.

Der Power Snap braucht allerdings sehr viel Übung, aber wenn er gelingt fliegt das Zeug davon :up2:

Persönlich sind mir Wurfweiten sowas von egal, man braucht nämlich nur bis zum Fisch werfen :mrgreen:

P.H
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Re: 30m?

Beitragvon magut » 17.08.2011, 18:11

ich frag mich warum auf 30 m. wenn ich dien Fliege so ab 15 schon gar nicht mehr sehe!!
aber ich glaub auch, daß du mit der 5ér Leine an der Grenze bist.
wenn du die Schnur beim Rückschwung ganz kurz auf´s Wasser legst kannst die Rute dadurch noch mehr aufladen-- geht aber nur wenn du hinten genug Platz hast (Stromauf)--dann wird weiter auch kein Problem.
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Re: 30m?

Beitragvon DryFly » 17.08.2011, 20:14

Servus,
normalerweise sind Weitwurfthreads nicht meine Themen, weil sie schlichtweg sinnlos sind. Man sieht dies - wie du selbst schon bemerkt hast - im angesprochenen D-Forum (ich glaube, wir brauchen keinen Namen) ganz deutlich. Da geht's nurmehr um Angel- und Drehpunkte, um Massenbeschleunigung... Eigentlich sollte es um's Fischen gehen.

Aber einen Tipp erlaube ich mir dann doch:
Die RunningLine solltest du nicht auf den Boden legen, sondern in sogenannten "Klängen" in der Zughand (meistens die linke Hand) halten.
Beim Einholen der Schnur immer kleiner werdende Klänge in der Hand ablegen. Beispiel: der erste sollte 5 Züge haben, der zweite 4, der dritte 3. Somit werden die Schnurklänge immer kleiner und laufen beim Schiessenlassen ganz leicht von der Hand. Sind sie gleich groß, verwickeln sie sich (wie bei der am Boden abgelegten Schnur).

Auch ich bin - wie Kunifax - der Meinung, dass 28 Meter mit einer 5er mehr als genug sind. Beim Castingsport sind die Ruten auf Weite ausgelegt, ebenso die Schnüre. Allerdings wäre das Gerät für normales Fliegenfischen gänzlich ungeeignet.

Mehr möchte ich zum Thema Weitwurf nicht sagen. Ich werfe wie Kunifax bis zu den Fischen ;-)
Gruß, DryFly

"Fliegenfischer haben so etwas wie eine ‚Theorie der Neugierde‘ entwickelt. Die Theorie besagt, daß Fische, wie Menschen, manchmal auf Sachen anspringen, nur weil sie gut aussehen, nicht weil sie gut schmecken." (Norman Maclean)
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Re: 30m?

Beitragvon rob gone fishing » 18.08.2011, 08:29

DryFly hat geschrieben:Die RunningLine solltest du nicht auf den Boden legen, sondern in sogenannten "Klängen" in der Zughand (meistens die linke Hand) halten.



wäre da ein schusskorb nicht besser?!

lg rob
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Re: 30m?

Beitragvon Hellvis » 18.08.2011, 09:11

Als Anfänger kann ich Dir leider nicht mit konkreten Angaben helfen, wie man auf 30m kommt.
Ein paar gute Werfer aus meiner Gegend sagen, dass man die Weite über den Doppelzug bekommt. Ob es daher sinnvoll ist soviel Schnur wie gerade noch möglich "in der Luft zu halten" und dann schießen zu lassen - ich weiß es nicht? Besser könnte sein - weniger Schnur und dann "sportliches" schießen lassen. Ich bilde mir auch ein, dass im Netz jemand vorführt, wie man den Weg beim "letzten Zug" maximieren kann.
Eine einfache Maßnahme könnte auch noch sein, dass man die Running Line etwas tuned - wenn nicht schon passiert. Das macht sicher einen Unterschied, wenn die leicht durch die Ringe flutscht. Daher ggf. reinigen und mit Pflegemittel behandeln.

Viel Spaß bei der Weitenjagd :-)
Hellvis
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Re: 30m?

Beitragvon zwi » 18.08.2011, 10:13

@all
freut mich dass zu dem Thema doch einige Anregungen und Meinungen gepostet werden. Habe befürchtet, dass das Thema eher in der Bedeutungslosigkeit verschwindet :wink:

Zur allgemeinen Info mir geht es dabei nicht ums Fischen sondern nur ums Werfen.

@Zanderl
war mit Alex, Fritz und Ben unterwegs

@Matt
Ich senke die Rute natürlich nicht mehr so tief aber Rutensitze verfolgt trotzdem eine enge elyptische Bewegung, sonst würde sich die Schnur selbst fangen
Eine Switchrute ist sicher eine alternative für grössere Gewässer, aber wie gesagt geht es mir nicht ums Fischen, sondern ums Austesten welche Weiten mir möglich sind zu werfen.

@Kunifax
An eine DT-Schnur habe ich bereits gedacht! Werde mir aber nicht gleich neues Gerät zulegen um mich an der Wurfweite aufzugeilen.

Jaja die Schnurklasse immer höher ansetzen als nötig ist gang und gebe, man muss aber zugeben, dass das für Anfänger doch Sinn macht um die Leine so gut wie möglich zu spüren. Jedoch wechseln die Meisten jedoch nicht mehr auf die richtige Schnurklasse zurück und werfen ihr Leben lang mit einer zu schweren Schnur.

Keine Ahnung wie weit die wirklich werfen können, leider werden die meisten Threads (weil auch dort schon sehr "ausgelutscht") sehr untergriffig.

Tja es sind ja noch keine 30m, nach meiner Berechnung sind es "nur" ca. 28m (um Missverständnisse vorzubeugen, von der Rolle gemessen)

Habe Steve Rajeff gesehen und war auch sichtlich beeindruckt von der Wurfweite, jedoch geht bei diesen Würfen die Ästethik vollkommen verloren.

Den Power Snap muss ich mal auf Youtube suchen!

@magut
Wie bereits erwähnt, ich will nur herausfinden wo meine Grenzen liegen - da geht es überhaupt nicht ums fischen!
Mit dem Auflegen am Wasser hast Du sicher recht, nur gefällt mir das nicht, bzw. geht bei mir dabei das timing verloren

@Dryfly
Dass mit den Klängen verwende ich ungern, da sie recht herumwirbeln bei den Zügen beim Doppelzug und daher immer wieder verhaspeln! Auch bei der Zweihand bin ich auf eine monofile Runningline übergegangen, da ich wohl etwas zu schlampig bin bei den Klängen und sich gern der ein oder andere Knoten bildet.

@Rob
Ich bin kein Freund von Schusskörben, ich schaffs auch im Schusskorb immer wieder Knoten in der Schnur zu basteln

fg
Zwi
PS.: DANKE für Eure Anregungen
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Re: 30m?

Beitragvon doublefish » 18.08.2011, 10:27

Zur allgemeinen Info mir geht es dabei nicht ums Fischen sondern nur ums Werfen
:shock:

Dann schlage ich vor noch gleich einen zusätzlichen thread zu eröffnen bei dem es um das thema trickwürfe geht. Dort könnten dann solche absurditäten/effekhaschereien wie z.B.: der voodoo cast besprochen werden...... :wink:

LG,
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