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2 Nächte in der grünen Hölle

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2 Nächte in der grünen Hölle

Beitragvon Polsi » 17.07.2011, 11:00

Zwei Nächte verbrachte ich in der grünen Hölle. Der Krautbewuchs ist mittlerweile so brutal, dass man schon mit dem Rudern Probleme hat. Lange Rede, kurzer Sinn: In der ersten Nacht tat sich gar nichts. Wir waren zu dritt und verteilten unsere Ruten strategisch günstig an den unterschiedlichsten Hotspots, probierten Partikel, Pop-Ups und Sinker, doch nicht einmal eine Brachse interessierte sich für unsere Köder.

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Diese Niederlage konnten wir aber keinesfalls auf uns sitzen lassen, schon kurze Zeit später waren wir wieder am Start. Diesmal war es Samstag und dementsprechend voll am Wasser. Wir bezogen den Platz "Müllhalde", der meist leer steht. Hier hatten wir am meisten Wasserfläche zur Verfügung. Mit zwei Booten machten wir uns auf Spotsuche. Ich wählte eine schlammige Stelle nahe bei einem Seerosenfeld sowie die Uferpartie, ebenfalls zwischen zwei kleinen Seerosenfeldern. Bruno entschied sich für zwei Plätze mittem im Dschungel, wo er kräftig Partikel, Haferflocken, zerbrochene Boilies und Milch fütterte.

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Die so entstandene Megawolke sorgte natürlich sofort für Action am Platz, zumindest die Lauben waren schon wenige Sekunden später am Fressen.

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Ich hingegen blieb bei reiner Boiliefütterung.

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Der Abend brach herein und wir genossen Würste, Bier und guten Wein.

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Vor der Nachtruhe meldete sich bereits die Seerosenrute, doch es war diesmal kein Karpfen, sondern eine Brachse, die den Snowman für genießbar befunden hatte. Wir lagen bereits auf unseren Bedchairs, als wir um ein Uhr morgens von Lärm geweckt wurden. Ein Moped kam über den Feldweg direkt auf unseren Platz zu. Zwei Dirndl standen wenige Sekunden später hinter unseren Liegen.

"Wo ist denn da der Müll?"

Ich: "Wos???"

"Jo, wo is denn do die Stelle, wo die Leut den Müll hinschmeißen?"

Ich zeigte auf den Haufen von Müllsäcken links neben der Liege.

"Der is do neben mir. Wieso?"

"Wir haben was verloren."

"Wos denn?"

"15 Euro. Wir haben sie gestern wie wir die anderen Fischer besucht haben in a leere Tschickschachtel getan und de dann vergessen."

Neben mir: Bruno, der sich vor Lachen kaum noch halten konnte und sich unter sein Sleeping Cover verkroch.

Ich gab den Mädels meine Kopflampe und schnorrte mir eine Zigarette, während sie begannen, den Müll zu durchwühlen, auf der Suche nach 15 Euro. Schließlich kamen sie zum Fazit, dass das Geld nicht mehr da war und es demnach einer der jungen Fischer entwendet haben musste.

Wir boten den Madeln einen Radler an, den sie dankend annahmen und mussten noch einige Fragen über uns ergehen lassen, wie "Habts ihr gar ka Zelt?" (anscheinend waren sie nur Karpfenproleten gewohnt) oder "Wo sind denn eure Ruten?" Die Antwort "In der Hose" brannte Bruno und mir wohl beiden auf der Zunge, doch wir verkniffen es uns doch noch einmal. Schließlich zogen die beiden wieder ab. Ohne Geld und ohne Hoffnung. Verloren.

Um 2 Uhr nachts erhielt ich einen Fullrun auf der rechten Rute, doch als wir mit em Boot ankamen, war de Fisch bereits ausgeschlitzt und der Haken in einem Ast. Sch....!

Geweckt wurden wir von drückender Hitze. Unsere Liegen standen in der prallen Sonne, ich steckte im Schlafsack, zusätzlich mit Bedchaircover gegen die Feuchtigkei, und schwitzte mich zu Tode. Naja, die grüne Hölle hatte wieder einmal gewonnen. Kein Karpfen für uns tapfere Krieger. Nächstes Mal wieder.
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Re: 2 Nächte in der grünen Hölle

Beitragvon ssnake14 » 17.07.2011, 11:41

Na bin ich froh das ich Donaufischer bin da sind mir die Steine lieber als das viele Kraut :up2:
Schöner Bericht und Tolle Fotos :)
LG Manfred
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Re: 2 Nächte in der grünen Hölle

Beitragvon Anonymer Thomas » 17.07.2011, 13:55

ist das eine abrissmontage für karpfen? :shock: oder was soll das sein?
Er hat sich gestreubt und gewehrt, aber schliesslich hatte ich ihn doch am Haken. Das war vielleicht ein Teufelswurm! Ich hätte schwören können dass ich damit was fange --- Hal aus Malcolm mittendrin ---
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Re: 2 Nächte in der grünen Hölle

Beitragvon Polsi » 17.07.2011, 14:06

Thomas, jep. Stein, 0,18er Reißleine, rein damit ins Kraut. Der Stein drückt am Grund das Kraut zur Seite und der Köder wird perfekt präsentiert. Beim Biss reißt die Schnur sofort und man kann den Fisch ohne jeglichen Firlefanz auf der Schnur drillen. So drillt man nicht wie mit einem Blei oder ähnlichem 10 kg Kraut mit. Wenn man jetzt zB einen PVA-Bag mit Haferflocken füllt, ist der ganze Stein mit Futter bedeckt und bildet einen großen hellen Fleck am Grund, über dem die Pop-Ups stehen.
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