Hi @ all,
traumhaftes Wetter und endlich vernünftige Strömungs- bzw. Wasserstandsverhältnisse in der Lahn zogen mich heute magisch ans Wasser.
Zum einen sollte endlich der erste Jerkhecht der neuen Saison kommen, zum anderen wolte ich auch unbedingt mal wieder mit der Wathose und meinen Hornets den Döbeln und co. nachstellen.
Es gibt da eine Stelle, die wie geschaffen dafür ist, beides zu verbinden und diese fuhr ich gegen Mittag zielstrebig an.
Zuerst nahm ich, nachdem ich mich in die Wathose gezwängt hatte, die Jerkrute und watete an einer sehr seichten aber stark strömenden Stelle ins Wasser, wohl wissend daß es gegenüber eine kleine aber immer sehr hechtträchtige Stelle mit einer Kehrströmung gibt, auch das magische Dreieck von mir genannt.
Hier stand ich dann bis zur Hüfte im Wasser und machte einige Würfe mit einem Little sickly Crappie float.
Wer mich dabei beobachtet hätte, hätte wohl nur den Kopf geschüttelt, denn an dieser Stelle fische ich die Jerks mit hoch in die Luft gehaltener Rute, da ich über eine scharfe Strömung hinwegfischen muß und bei flacher Rutenführung die Strömung sofort in die Schnur gereift und den Jerk aus der kleinen aber interessanten Kehrströmung rauszieht.
Es mag ca. beim 10 Wurf gewesen sein, als an der Strömungskante unter meinem Jerk urplötzlich das Wasser aufbrach und ein Hecht herausschoß.
Der Biß war so heftig, daß es mir die hocherhobene Rute bis auf das Wasser runterriß, zu einem Anschlag kam ich erst gar nicht mehr.
Der Hecht schoß sofort in die scharfe Strömung und ich hatte alle Hände voll zu tun, ihn zu halten und langsam zu mir heran zu drillen.
Nach bangen Minuten konnte ich ihn schließlich aus der Hauptströmung in den flachen Bereich dirigieren und dort per Kiemengriff landen.
Leider hatte er sich den Jerk so weit in die Kiemen inhalliert, daß er schon bei der Landung sehr stark blutete.
So blieb mir nicht anderes übrig als ihn noch vor dem Vermessen (76 cm)und Hakenlösen abzuschlagen. Dafür hatte ich dann hinterher umso mehr Zeit, ein Bild mit dem Selbstauslöser zu schießen.
Nun war das erste Ziel erricht, einen Jerkhecht hatte ich nun endlich gefangen und ich wechselte auf meine Skeletor und die Hornets.
Zuerst watete ich ein ganzes Stück stromab, dabei immer das gegenüberliegende Ufer anwerfend, doch die Döbel waren scheinbar nicht zuhause.
Kurz vor einer Schleusenausfahrt bekam ich dann doch endlich den erhofften ersten BIß, der sich allerdings nach kurzem heftigem Drill nicht als Döbel sondern als ca. 50er Hechtschniepel herausstellte, der umgehend wieder schwimmen durfte.
Ich kehrte nun zum Ausgangspunkt zurück und fischte mich weiter nach oben Richtung einem Wehr, als ich urplötzlich einen Hammerbiß beim schnellen stromabführen des Hornets bekam.
Die nur leicht eingestellte Bremse sang mir sofort ein Lied und es dauerte an dem leichten Tackle und in der scharfen Strömung wieder mehrere Minuten, bis ich meinen "Gegner" sicher landen konnte.
Auch hier war es nicht der eigentlich erhoffte Döbel sondern wieder mal eine räuberische Barbe von 55 cm.
Ein wenig später, nach 2 Fehlbissen sollte es aber dann doch noch mit den Döbeln klappen, innerhalb von nur 3 Würfen fing ich 2 Stück davon.
Zwar keine großen, aber wenigstens waren es Döbel
In einer flachen Rieselstrecke kam dann der nächste Biß, der sich als über und über mit Fischegeln befallene kleine Bachforelle entpuppte...
Nachdem ich sie von diesen Schmarotzern befreit hatte, durfte auch sie selbstverständlich wieder schwimmen.
Zur Abwechselung kam dann noch ein räuberisches Rotauge zum Vorschein und bevor ich den Angeltag mit einem weiteren kleineren Döbel abrundete und beendete
Auch wenn es heute keine Riesen an der Angel waren, aber die Vielfalt und die Drills an leichtem Gerät in scharfer Strömung in Verbindung mit dem herrlichen Wetter, dafür lohnt es sich zu leben Freunde....









